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Luther und die Hexen

?Als im Verlauf des Sp?tmittelalters in jenem historischen Proze?, den man als "Rezeption der gelehrten Rechte" zu bezeichnen pflegt, das r?mische und kanonische Recht neben die heimischen Gewohnheitsrechte traten, wurde die Strafbarkeit von Schadenszauber zur allgemein verbindlichen und unwidersprochenen Maxime im Rechtsleben und in der Strafrechtspflege.“?

(Lorenz, S?nke/Midelfort, H. C. Erik: Hexen und Hexenprozesse. Ein historischer überblick, in: historicum.net,?https://www.historicum.net/purl/aj/17.5.2017)?

Titelholzschnitt "Warhafftige Zeitung. Von den Gottlosen Hexen..." von Martin Luther, Rheinhard Lutz, 1571, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ?
Titelholzschnitt "Warhafftige Zeitung. Von den Gottlosen Hexen..." von Martin Luther, Rheinhard Lutz, 1571, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

So ist es z.B. in der "Peinlichen Halsgerichtsordnung" Kaiser Karls V. von 1530 und 1532 beschrieben. Der Schwerpunkt der Hexenverfolgung in Deutschland? lag an der Schwelle von Sp?tmittelalter und früher Neuzeit in den Jahren 1560 bis 1630.?

Die Verfolgungspraxis hing von der jeweiligen Rechtsauffassung der Landesheren ab, nicht von deren Konfession. So wurden z.B. in der Kurpfalz Hexenprozesse in der Regel verhindert.?

Martin Luther teilte nicht nur den Volksglauben seiner Zeit an Zauberei im Alltag wie Milchzauber, sondern auch die Vorstellung, von der Wirksamkeit des Teufels. ?Sein Hexenbild stand im Kontext seiner Theologie.?

Hexen – ganz ?hnlich wie Zigeuner, Türken und Juden, die meist in einem Atemzug genannt werden – galten ihm als Helfer Satans in seinem Endkampf gegen Christus.“ (Heinz Schilling, Reformation und Luthers Hexenbild, in: Luther und die Hexen, Ausstellungskatalog, Rothenburg 2017, S.209)?

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Ab den sp?ten 1530er Jahren nimmt Luthers aggressive Haltung gegen Hexen zu. Allerdings schwankt seine Haltung. Manchmal fordert er die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen, an anderer Stelle Ermahnung und Bekehrung.?

Luther denkt und schreibt aus der Schwellenerfahrung seiner Zeit heraus und bleibt dadurch auch in dieser Frage? zwiesp?ltig.

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