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über die Kunstsammlung

im Museum Kunsthaus Heylshof

Zur Bedeutung der Sammlung schrieb der berühmte Kunsthistoriker Georg Swarzenski, Direktor des St?delschen Kunstinstituts und der St?dtischen Galerie in Frankfurt 1913:

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Gem?lde: Frau mit Instrument (Foto: R. Uhrig)?
Gem?lde: Frau mit Instrument (Foto: R. Uhrig)
Zarte Porzellanfigur: Dame mit Schirm (Foto: R. Uhrig)?
Zarte Porzellanfigur: Dame mit Schirm (Foto: R. Uhrig)
Pr?chtiges M?belstück am Treppenabgang (Foto: R. Uhrig)?
Pr?chtiges M?belstück am Treppenabgang (Foto: R. Uhrig)

"Die Kunstsammlung im Heylshof zu Worms ...

dürfte die vielseitigste und gehaltvollste Privatsammlung Deutschlands sein. Als solche hat sie eine über das künstlerische Interesse hinausgehende, allgemeine Bedeutung: sie ist ein stolzes Denkmal der Kultur, die das Bürgertum der deutschen St?dte auch abseits von den gro?en Centren gezeitigt hat ...

Die Sammlung hat in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ihre definitive Form erhalten. Aus der K?lner Familie Stein stammt die Mehrzahl der altdeutschen Gem?lde und Skulpturen, für deren künst -lerischen Wert man in K?ln schon seit der Romantik ein besonderes Verst?ndnis hatte, hierher stammt der Grundstock der Sammlung von deutschen Krügen und Gl?sern, die durch sp?tere glückliche Erwerbungen erg?nzt wurde. Die Sammlung von deutschem Steinzeug ist wohl die bedeutendste, die sich heute noch in Privatbesitz befindet ...

Vor allem ist die Porzellansammlung zu nennen, die zu den gro?artigsten ihrer Art geh?rt, und in der bezeichnender Weise die Erzeugnisse der benachbarten Frankenthaler Manufaktur im Vordergrund stehen. Fast alle Meister, die hier gearbeitet haben, sind mit ihren charakteristischen Werken in hervorragenden Exemplaren vertreten ...

Die Einheitlichkeit der gleichen künstlerischen Gesinnung hat schlie?lich auch den Charakter der Gem?ldesammlung bestimmt. Zwar ist den altdeutschen Meistern, zumeist K?lner Schule und Herkunft, ein hervorragendes Werk eines Florentiner Quattrocentisten eingefügt, im übrigen aber besteht die Sammlung, von Ausnahmen abgesehen, aus Niederl?ndern des 17. Jahrhunderts. Neben den Gem?lden von Rubens sind die besten Meister der Landschaft, des Interieurs, des Genre und Stillebens nahezu vollst?ndig vertreten. Aus der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts ... findet man ... Klassiker der ?lteren Zeit, wie Rottmann, Schirmer, Schwind und Steinle; neben der sch?nen Venus Anadyomene B?cklins, ist es die Düsseldorfer und Münchner Schule, die den beherrschenden Ton angibt. Es sind die Künstlerkreise, mit denen die Familie in lebendiger, pers?nlicher Verbindung stand. W?hrend die Düsseldorfer Meister, wie Knaus, Vautier und die beiden Achenbach im Steinschen Haus in K?ln verkehrten, ergab sich die Beziehung zu dem Münchner Kreise Lenbachs und Kaulbachs durch die Zusammenarbeit mit Gedon und Gabriel Seidel."

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