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Das Wanderfalken-Nest im Domturm

Ob wir in diesem Jahr wieder mit Falkennachwuchs rechnen k?nnen??Per Webcam blicken wir direkt in das Nest der Wanderfalken am Wormser Dom und?schauen dem Terzel (m?nnlicher Wanderfalke) Peter Joseph* und seiner Herzensdame Gudrun** beim Brüten und der Aufzucht ihrer Jungen zu.?

Verfolgen Sie mit uns die Brutsaison 2020 (ca. Februar bis Mai):?

Webcams / Livestream

*benannt nach einer Idee des Weinhandelshauses? P. J. Valckenberg, Sponsor der Kamera

**benannt nach einer Unterstützerin des NABU-Webcam-Projekts

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Brutsaison 2020

27.05.2020 – 43. Tag?? Ende der Nestlingszeit?

Die Nestlingsszeit wurde gez?hlt vom Schlupf des dritten Kükens bis zum Beginn kurzer Ausflüge der Jungfalken aus dem Horst.

In dieser Zeit konnte die rasante Entwicklung von kleinen schutzbedürftigen Federb?llchen, die winzige Fleischh?ppchen von den Eltern gereicht bekamen bis in den letzten Tagen zum einfachen Hineinwurf der Beute in den Horst beobachtet werden. Sofort wurden dann auch zu zweit die messerscharfen Krallen zum Festhalten eingesetzt, forsch die Federn gerupft und gr??ere Happen hinuntergewürgt. Dies war für uns der Zeitpunkt, zu dem ohne Risiko der Jungvogel “Bruchpilot“, der inzwischen sich in der Falknerei pr?chtig entwickelte Terzel, zurück zur Familie gebracht werden konnte. Vierzehn Tage zuvor war er 60 m in die Tiefe aus dem Horst unverletzt auf den Boden gefallen. Als er jetzt in den Horst hinauftransportiert wurde, haben ihn die aufgeregten Warnschreie der um die Domtürme kreisenden Eltern sehr ver?ngstigt. Daher konnte er nur mit Mühe aus dem Transportkarton heraus in den Horstraum verfrachtet werden. Sobald er jedoch zum Flug ansetzte, zeigte er mit elegantem Flügelschlag bis zum Dreifaltigkeitskirchturm und zurück zum Dom, welche Flugeigenschaften dem schnellsten Vogel der Welt angeboren sind. Seine beiden Schwestern und zeigten auch schon ihre Flugkünste, w?hrend sein Bruder ungest?rt auf einer der Turmbrüstungen neben dem Horst sa?.

Zu unterscheiden sind die weiblichen von den m?nnlichen Wanderfalken nur an der ein Drittel gr??eren Erscheinung der Weibchen. Das typische Federkleid aller Jungfalken ist bei allen gleich: Br?unliche, hell ums?umte Rückenfedern und braune tropfenf?rmige, l?ngs gestreifte Brustfedern auf wei?em Grund. Die Brust der Erwachsenen kleidet hingegen eine tropfenf?rmige Querstreifung. Alle Jungen sind nicht beringt worden, doch für die erste Beobachtungszeit des “Bruchpiloten“ wurden die Federn oberhalb der Klauenfü?e markiert, die einen rot und die anderen schwarz. Offen ist, wie oft der Horst noch als Rastplatz oder Futterdepot in den kommenden Tagen benutzt wird. Interessierte Beobachter bringt der Blick auf den Schirm nicht mehr so viel, dagegen wird die Versorgung durch die Eltern in den n?chsten zwei bis drei Wochen von den Pl?tzen rund um Dom zu sehen sein. Spielerische Gemeinschaftsflüge, Ergreifen von Beute, die die Eltern beim Flug zum Fangtraining fallen lassen und alles begleitet von h?ufigem Bettelgekreische wird uns dort geboten. Die schwierige Jagd-Lernzeit hat begonnen. Sollte es noch neue, besondere Vorkommnisse geben, werden wir vom NABU Worms-Wonnegau auch zwischendurch bis zum Beginn der n?chsten Brutsaison in 2021 berichten. An alle Mitwirkende bei dieser Saison und interessierten Wanderfalkenfreunde von uns ein herzliches Dankesch?n.

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15.05.2020 - 31. Tag nach dem Schlupf / "Bruchlandung" vor dem Dom

Aktuell sitzen nur noch drei Jungen im Nest. Was ist passiert? Ein Jungfalke war wohl ein wenig zu mutig und so kam es vor dem Dom zur "Bruchlandung", wie uns Dr. Kienzl per E-Mail informiert:?

"Sogar früher als befürchtet traf heute der Notruf ein, eingerichtet für “Bruchlandungen“ eines Jungfalken. Zwei junge Gerüstbauer von der Baustelle an der Nordseite des Doms blickten staunend auf einen am Boden sitzenden verschüchterten Vogel zwischen Nordseite und Volksbank. Da kam eine der aktivsten Beobachterinnen des Brutgeschehens am Dom, Gudrun Markert, vorbei, sah sofort, dass es sich um den inzwischen seit dem Nachmittag vermissten Jungfalken handelte. Sie organisierte einen Baueimer zum Schutz des Vogels und mit telefonischer Unterstützung der Aufsichtsdame im Dom erm?glichten sie und Domarchitekt Hamm den Notruf bei Dr. Kienzl. Anschlie?end kam es noch zu einer Vielzahl von Anrufen. Dafür herzlichen Dank an die Wanderfalkenbeobachter.

Durch Bekanntschaft mit dem sehr erfahrenen Falkner Klaus H?lscher wurde der Ausrei?er nach Bobenheim-Roxheim in dessen Falknerei transportiert. H?tte man versucht, ihn sofort wieder in den Horst zu setzten, w?ren wohl schon beim ?ffnen der Gittertür hinter dem Horst die anderen Jungfalken aus Angst in die Tiefe gesegelt und das Problem vergr??ert worden.

Die Fotografien von seiner neuen Pflegstelle belegen, dass er ohne Probleme vom gleichaltrigen Jungen und zwei jüngeren Stiefgeschwistern und deren Elternpaar akzeptiert wurde. Wegen der kleineren Fü?e als die weiblicher Jungfalken, wurde er vom Falkner als ein Terzel erkannt. Die ?Ammeneltern“ werden ihn nun bis zum vollkommenen Flüggewerden ?tzen.?

Wenn dank der Live-Kameras gesehen wird, dass die drei Geschwister den Horst schon meist verlassen k?nnen, wird er wieder in den Horst zurückgetragen. Von dort aus kann er sofort losfliegen oder sich noch von seinen Eltern füttern lassen. Zwei bis drei Wochen erfolgt noch eine Fütterung durch die Altfalken auch au?erhalb des Brutplatzes, bis die Jungen selbst?ndig auf Jagd gehen k?nnen.?

Inzwischen wissen wir, dass der beringte Elternteil ein weiblicher Falke und h?chstens vier Jahre alt ist. Da wir bisher nur Fragmente der Buchstaben auf dem dunklen Plastikring am rechten Fu? erkennen konnten, wird bei Mitteilung der vollst?ndigen Buchstabenkennung an den NABU diese Beobachter*in von uns ein Anerkennungspr?sent erhalten."

Zwei junge Gerüstbauer von der Dom-Baustelle wurden auf den kleinen Ausrei?er (im Eimer) aufmerksam. (Quelle: Dr. Kienzl)?
Zwei junge Gerüstbauer von der Dom-Baustelle wurden auf den kleinen Ausrei?er (im Eimer) aufmerksam. (Quelle: Dr. Kienzl)
Unser "Bruchpilot" (re.) bei seiner Pflegefamilie in der Falknerei von Klaus H?lscher  (Quelle: Dr. Kienzl)?
Unser "Bruchpilot" (re.) bei seiner Pflegefamilie in der Falknerei von Klaus H?lscher (Quelle: Dr. Kienzl)
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11.05.2020 - 27. Tag nach dem Schlupf? ??

Wie entwickeln sich unsere Falkenküken??Dr. Kienzl vom Nabu Worms-Wonnegau wei? folgendes zu berichten:?

"Die Wanderfalken halten sich jetzt schon fast nur noch au?erhalb ihres holzumrahmten Brutbettes auf. Ein Betrachter hat uns geschrieben, dass er einen Absturz fürchtet, da einer sogar schon vor der Sitzstange herumkletterte. Dies ist inzwischen nicht mehr so lebensgef?hrlich, denn bei immer h?ufigeren Flattern und Strecken der Flügel erkennt man schon die braunen, eleganten Falkenflügel. Beginnen aber alle vier gleichzeitig so wagemutig zu werden, k?nnte es zu einem Absturz ohne Verletzung führen. Für den Fall, dass ein Passant einen Jungfalken in den n?chsten drei Wochen am Boden sitzend findet, ist jetzt vorgesorgt.?Der NABU Worms Wonnegau hat auf die Fensterscheibe vom dem Gesch?ft "Ofen Horn" mit seinem Wanderfalken-Live-Beobachtungsbildschirm unter dem Domturm eine Notfallnummer angebracht. Unter 0177 406 768 5 kommt Hilfe. Es sind schon ein paar Jahre her, dass beim Erstflug vor vielen Jahren Kr?hen ihren zukünftigen Feind aggressiv auf den Boden zwangen. Der Domküster fing ihn ein und brachte ihn in den Horst zurück.

Weitere Entwicklungsschritte, die jetzt zu beobachten sind, ist der selbst?ndige Versuch, Beutereste schon selbst anzupicken, Trainieren der Flügel, st?ndig vorne nach der n?chsten Mahlzeit Ausschau halten und mit dem Schnabel das nur noch in kalten N?chten nützliche, wei?graue Federkleid auszuzupfen. Nicht mehr die ganze Nacht, aber nach Einbruch der Dunkelheit sitzt eines der Elternteile noch zeitweise zur Bewachung im Horst.

An beiden Beinen eines der Eltern konnten, dank der Kamera, Kennringe erkannt werden, die erst seit 2015 verwendet werden. Der beringte Falke stammt demnach aus einen der wenigen zur Beringung zug?nglichen Geb?udehorsten in Deutschland. Bei weiterer Beobachtung gelingt vielleicht sogar durch Streamlive-Beobachter oder vom Boden aus mit der Spektivoptik aus bis zu 150 Meter Entfernung die Zahlen und Buchstaben auf dem rechten Bein zu erkennen. Vielleicht hat dieser Wanderfalke bei der Beringung sogar einen Namen bekommen, welchen wir dann erfahren werden."?

Zur morgendlichen Mahlzeit scharen sich alle vier Küken um das Elterntier (webcambild vom 11.5.2020)?
Zur morgendlichen Mahlzeit scharen sich alle vier Küken um das Elterntier (webcambild vom 11.5.2020)
Kalt, windig, regnerisch: bei nur 6 ° ist Gruppenkuscheln angesagt (webcambild vom 11.5.2020)?
Kalt, windig, regnerisch: bei nur 6 ° ist Gruppenkuscheln angesagt (webcambild vom 11.5.2020)
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03.05.2020 -?20. Tag nach dem Schlupf

Der Sprung über die "Bettkante" ist gelungen. So beschreibt Reinhard Lied, seit 30 Jahren ein Wanderfalkenbewacher an den Brutfelsen im Pf?lzer Wald, dem Nabu Worms-Wonnegau seine Live-Beobachtung des Geschehens im Horst. Das erste Mal hatte ein Jungfalke das Kiesbett verlassen und wegen des rasanten Wachstums die geschwisterliche Enge eine Zeit lang gemieden. Doch in den jetzt wieder k?lteren Tagen und besonders N?chten kuscheln sie jedoch noch gerne w?rmesuchend zusammen. Am Tag sieht man schon im Stehen das Flattern mit den Flügeln. Br?unliche Schwanz- und Flügelfederkiele werden immer deutlicher sichtbar. Der inzwischen scharfe Hakenschnabel wird zum schreienden Betteln aufgerissen und ersten Fressversuchen an Futterresten benutzt. Zur Vermeidung der Verschmutzung des Horstinneren werden Kotstrahlen nach au?en an die h?lzernen Horstw?nde fast “geschossen“. Das Domgem?uer bleibt geschützt, auch wenn diese Horstw?nde immer mehr wei? getüncht erscheinen.?

30. April 2020

Immer hungrig und schon wieder ein Stückchen gewachsen. Sehen Sie hier die Küken-Fütterung. Ein Mitschnitt des Livestreams von?Hubert Willems. Mit Ton!

27. April 2020 - 14. Tag nach dem Schlupf

Wie entwickeln sich unsere Falkenküken? Dr. Kienzl berichtet uns folgendes:???

"Heute, am 14. Tag nach dem Schlupf des ersten Kükens aus dem Ei, sieht man jetzt an den H?lsen oft die gro?en r?tlich blauen Kr?pfe der Jungfalken. Sie sind besonders am Abend gut gefüllt und prall. Die Fütterung tagsüber war so reichlich, dass selbst die angebrachte, neue Beute nicht mehr interessiert und nur mehr der Schlaf angesagt ist. Dann übernimmt eines der beiden Elternv?gel, gew?hnlich die Mutter, sitzend am Horst die n?chtliche Wachfunktion. Die einzige Gefahr nachts w?re der Zugriff eines Uhus, die in diesen Wochen auch hungrige Junge hat und im der weiteren Umfeld von Worms brütet."

Satt und müde: schlafende Küken (webcambild vom 27.4.2020)?
Satt und müde: schlafende Küken (webcambild vom 27.4.2020)
Essenszeit (webcambild vom 28.4.2020)?
Essenszeit (webcambild vom 28.4.2020)
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23. April 2020

Heute konnte uns Dr. Kienzl hoffnungsvolles berichten, n?mlich dass unser Nesth?kchen und Sorgenkind sich geschickt aus der zweiten Reihe nach vorne arbeiten und einige H?ppchen ergattern konnte, wie sein Webcambild vom Donnerstagabend zeigt.?

Und eine neue und eine gute Beobachtung konnte er machen: "Erstmals sah man heute, dass die vier Küken aus ihrer Kule im vorderen Teil des Kiesbetts, diesem zugigsten Teil des Horstes, sich in den windgeschützten hinteren Bereich verzogen hatten. Die Eltern lassen sie?jetzt wegen des erh?hten Futterbedarfs mit bis zu fünf Fütterungen viel ?fter unbedeckt alleine. Als wieder Frühstück geliefert wurde, krochen die beiden gr??ten Küken aus der W?rmepyramide heraus nach vorne. Mit den übergro?en Krallenfü?en beginnen sie zu watscheln. Da konnte man sehen, dass der Garderobenwechsel schon weit fortgeschritten ist. Ihr flauschiges, strahlend wei?es Dunenkleid ist am Rücken ersetzt worden durch ein grauwei?es Minifederkleid. Beim Spreizen der Flügel werden jetzt die ersten bl?ulichen Federkiele sichtbar. Es sind die von dünnen Hornscheiden umgebenen, noch eingerollten Flügelfedern. Die erfreuliche Beobachtung des Tages war, dass das kleinste Küken zuletzt sich auch noch vorne dr?ngen konnte und reichlich kleine Fleischbr?ckchen verschlang."

22. April 2020

Die Falkenküken wachsen und gedeihen, nur eines bereitet uns Sorgen. So konnte Dr. Kienzl?bei der Fütterung heute Abend beobachten, dass sich die gierigen Schn?bel von drei gleich kr?ftigen Jungen mit ihren relativ gro?en K?pfen der Mutter entgegenstreckten, wie er uns per E-Mail berichtet. Nur kurz sei der Kopf des vierten, kleineren Junge aufgetaucht, eingequetscht zwischen den K?pern der Geschwister. Dann w?re der Kopf wieder in dem Federkn?uel der anderen verschwunden, als Gudrun nach der Fütterung davon flog. "Das Kleine hatte offensichtlich keinen Happen abbekommen.?Ich befürchte, dass es sich nicht mehr durchsetzen wird", rechnet Kienzl mit dem Schlimmsten. Drücken Sie mit uns die Daumen für den kleinen Wanderfalken, dass er durchh?lt und ebenso w?chst wie seine Geschwister!

Fütterung am Abend. Nur drei Küken bekommen einen Happen ab, das kleinste und schw?chste kann sich offensichtlich nicht durchsetzen. (webcam 22.4.2020, Quelle: Dr. Kienzl)?
Fütterung am Abend. Nur drei Küken bekommen einen Happen ab, das kleinste und schw?chste kann sich offensichtlich nicht durchsetzen. (webcam 22.4.2020, Quelle: Dr. Kienzl)

Ein toller Livestream-Mitschnitt vom 17. April 2020?von Hubert Willems zeigt?erstmals die gleichzeitige Fütterung durch Falkendame "Gudrun" und den Terzel:

15.04.2020 - viertes Küken geschlüpft

Es ist vollbracht: Alle vier Küken sind geschlüpft. "Am Dienstagnachmittag, 14. April, waren es dann drei! Im Horst über der Stadt im Ostturm des Domes ist das dritte Falkenküken geschlüpft.", verkündete die Wormser Zeitung noch am selben Tag auf ihrer Facebookseite und vermeldet schon am n?chsten Tag: "Das letzte hat sich am Mittwochnachmittag, 15. April, aus der engen Eischale gearbeitet."

Ostermontag, 13.04.2020 - Zwei Küken geschlüpft!

Erfreuliches konnte Dr. Kienzl am Ostermontag per E-Mail vermelden: "Die Brutdauer beim Wanderfalken,1971 zum ersten ?Vogel des Jahres“ erkl?rt, wird von der offiziellen NABU Beschreibung mit 29 - 32 Tagen angegeben. Hierdurch kamen wir auf eine Voraussage von 32 Tagen zum Palmsonntag als Schlupftermin des ersten Kükens. Als aber am Ostersonntag und morgens am Montag - dem 40. Bruttag - alle vier Eier, seit Wochen sorgf?ltig von beiden Eltern gew?rmt und gewendet, unver?ndert im Horst lagen, kam eine Befürchtung auf. Ist hier ein unbefruchtetes Gelege bebrütet worden? Die gro?e Erleichterung kam jedoch am sp?ten Vormittag des Ostermontags: Etwas Wei?es schaute unter der Brust des Falkenweibchens hervor. Unsere Erkl?rung für die ungew?hnlich lange Brutdauer ist der K?lteeinbruch im M?rz mit mehreren Tagen unter null Grad in zugiger Turmh?he. Eine halbe Eischale und ein Loch in einem weiteren Ei, von innen zum Luftatmen aufgeschlagen mit dem spitzen Eizahn auf dem Oberschnabel des Kükens, gibt die Chance auf ein gutes Wanderfalkenjahr im Dom. Zehn Tage lang werden die zuerst 40 g schweren Küken "gehudert", so nennt man das Warmhalten bei regelm??iger Fütterung. Kurz allein gelassen schmiegen sie sich wie eine W?rmepyramide eng aneinander. Am Anfang erhalten sie die meist mit der von Peter Joseph gebrachten Beute. Insgesamt dauert die Nestlingszeit für die M?nnchen wegen ihrer geringeren Gr??e ca. 42, die der Weibchen ca. 46 Tage."

Screenshots zeigen es: Zwei Küken sind geschlüpft. Mittels Mitschnitt des Livestreams k?nnen Sie sich eine Fütterung anschauen und eine Brutabl?sung:

Zwei Küken sind am Ostermontag geschlüpft, wie der Screenshot von Dr. Kienzl zeigt (webcambild vom 13.4.2020)?
Zwei Küken sind am Ostermontag geschlüpft, wie der Screenshot von Dr. Kienzl zeigt (webcambild vom 13.4.2020)

06.04.2020

Auf das erste Küken müssen wir voraussichtlich noch wenige Tage warten.?"Nachdem heute bereits zwei Küken aus den vier Eiern bei den Heidelberger Wanderfalken geschlüpft sind, gehe ich jetzt wegen des ca. 4 bis 5 Tage sp?teren Legebeginns in Worms nicht von einem Schlupf vor Mittwoch, 08.04.2020 oder sogar Karfreitag aus", vermutet Dr. Kienzl.

Noch liegen vier Eier im Wanderfalkennest, wir warten auf den ersten Schlupf. (webcam 5.4.2020)?
Noch liegen vier Eier im Wanderfalkennest, wir warten auf den ersten Schlupf. (webcam 5.4.2020)

30.3.2020

Ein Falke sitzt fast permanent auf dem Gelege. Doch vor einigen Tagen konnten wir einen Blick ins Nest erhaschen: Vier Eier liegen inzwischen im Kiesbett und werden flei?ig bebrütet. Aber wann k?nnen wir mit dem ersten Küken rechnen? Dr. Kienzl wei? Rat: "Das Schlüpfen der Jungen erwarten wir rund um den Palmsonntag, 5. April +/- zwei Tage." Und er erg?nzt:?

"Die Brutzeit des Vierergeleges sollte am Palmsonntag den 5. April nach 32 Tagen plus minus 2 Tage zu Ende gehen. Auch wenn es für die Falkendame "Gudrun" und uns Beobachter langweilig erscheinen mag, ist mehr als nur fast ununterbrochenes Sitzen n?tig. Wie immer wieder zu beobachten ist, werden die Eier durch Drehbewegungen des K?rpers, durch Rütteln und Schieben mit der Schnabelspitze unterhalb des warmen Brutfleckes am Bauch so bewegt, dass die Eischalen gleichm??ig erw?rmt werden. Bei den seltenen, kurzen Ausflügen des Falkenweibs wird das W?rmen sofort von ? "Peter Josef" - dem Terzel, so werden die m?nnlichen Falken genannt - übernommen. Da er ca. ein Drittel kleiner als sie ist, muss er sich lange auf den Eiern Einrütteln, bis auch er alle vier Eier zudecken kann. Ein besonderes Erlebnis war am 23. M?rz am Dom zu sehen. Pl?tzlich umkreisten drei Falken den Horst-Domturm. Offenbar hat der Terzel zwei Eindringlinge rasch verjagt, glücklicherweise ohne Luftk?mpfe. Vielleicht ist das der Grund. Warum er in letzter Zeit h?ufiger direkt über ihr auf dem Brett sitzend, Wache schiebt. Sie selbst lie? sich Horst sitzend davon nicht st?ren.

Jetzt steigt die Spannung für die Beobachter am Bildschirm, ob sich zu Beginn der Osterwoche das erste flauschige Küken, immer ohne Hilfe der Eltern, aus der bisher schützenden Kalkschale befreit."

"Na, wer guckt mir denn hier beim Brüten zu?", scheint der Falke sich beim Blick in die webcamlinse zu fragen. (webcambild vom 30.3.2020)?
"Na, wer guckt mir denn hier beim Brüten zu?", scheint der Falke sich beim Blick in die webcamlinse zu fragen. (webcambild vom 30.3.2020)

9.3.2020

Das 2. Ei ist da!

Nur weniger Tage nach dem ersten Ei, vermutlich zwischen Samstag- und Montagmorgen, hat unsere Wanderfalken-Dame ihr zweites Ei gelegt.?

Das 2. Ei liegt im Nest (webcambild 9.3.2020)?
Das 2. Ei liegt im Nest (webcambild 9.3.2020)

5.3.2020

Ab sofort ist auch ein Livestream in Youtube verfügbar.

4.3.2020

Das 1. Ei ist da!

"überraschend früher als in den Vorjahren hat der weibliche gr??ere Wanderfalke bereits am 4. M?rz ihr erstes Ei gelegt, 16 Tage früher als 2019.", berichtet uns Dr. Kienzl vom Nabu Worms-Wonnegau und erkl?rt weiter: "Der extrem warme Winter hat in unserer Gegend auch in anderen Horsten zu einer gleichen Vorverschiebung der ersten Eiablage geführt. Nach der Eiablage konnte man beobachten, dass das Ei ohne Erw?rmung durch den Vogel ca. eine Stunde alleine gelassen wurde. Die resultierende Abkühlung schadet dem Ei nicht, denn die eigentliche Bebrütung beginnt erst vor dem Legen des vorletzten Ei`s, meist das Dritte von vier. Dann erst habe sich bei beiden Falken auf der Bauchseite ? hormonell gesteuert zwei Brutflecken voll ausgebildet. Brutflecken sind dort eine K?rperpartie, an der das vor K?lte schützende Federkleid fast weitgehend ausf?llt, so dass die Eier von der dort stark durchblutenden Haut gew?rmt und damit bebrütet werden. Wenn nach kompletter Eiablage im Zweitagesabstand das intensive Bebrüten beginnt, werden die Eier alle ein bis zwei Stunden mit dem Schnabel gewendet. Hierdurch erhalten die Eier eine Rundumerw?rmung."

Das 1. Ei ist da (Screenshot vom 5.3.2020)?
Das 1. Ei ist da (Screenshot vom 5.3.2020)

27.2.2020

Ab sofort zeigen zwei Webcams das Geschehen im Wanderfalkennest aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln.

Webcam 1 an der Innenseite des Horstes. Gut zu erkennen: die zweite Kamera am linken Bildrand. (25.02.2020)
Webcam 1 an der Innenseite des Horstes. Gut zu erkennen: die zweite Kamera am linken Bildrand. (25.02.2020)
Webcam 2 zeigt einen Blick von au?en in das Wanderfalkennest auf dem Wormser Dom. (27.02.2020)
Webcam 2 zeigt einen Blick von au?en in das Wanderfalkennest auf dem Wormser Dom. (27.02.2020)
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11.2.2020

Zum Start der neuen Brutsaison zeigt sich das Falkennest am Wormser Dom aus einem neuen Blickwinkel: Anstatt von innen mit Blick über Worms schauen wir nun von au?en in die "Brut-Nische". Dr. Kienzl vom Nabu Worms-Wonnegau berichtet uns: "Zwei Grad K?lte, strahlender Sonnenschein und Domtürme umkreist von dem Wanderfalkenp?rchen Gudrun und Peter Joseph. Das war der Morgen, an dem Oliver Weiss mit vorzüglichen handwerklichen Kenntnissen, Michael Goemann als Techniker und Fotograf Reinhard Haase die vom Weinhandelshaus Valckenberg gestiftete Web Kamera im Falkenhorst so weit wie m?glich nach au?en montierten. Sie zeigt nun einen neuen Blick in den Horst."

In den n?chsten Wochen sollen eine weitere Kamera am ursprünglichen Anbringungsort an der Innenseite des Falkenhorstes sowie eine weitere Neuerung folgen. Man darf gespannt sein!

Die Kamera wurde neu ausgerichtet und zeigt nun von au?en in den Horst. (screenshot 9.2.2020)
Die Kamera wurde neu ausgerichtet und zeigt nun von au?en in den Horst. (screenshot 9.2.2020)
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Was bisher geschah:

über die bisherigen Bruterfolge und leider auch tragische Momente erfahren Sie hier mehr:

Rückblick 2019

Rückblick 2018

Rückblick 2017

Rückblick 2016

Rückblick 2012-2015

Danke!

Die Redaktion bedankt sich herzlich bei Dr. Hilmar Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau?für die stets fundierten Informationen.

Erm?glicht wird der Webcam-Blick mit freundlicher Unterstützung der Domgemeinde, des Weinhandelshauses P. J. Valckenberg, des NABU Worms-Wonnegau, der EWR AG?und der Internetredaktion der Stadt Worms.

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