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Rückblick Wanderfalken-Webcam (2012 - 2015)

Hoch oben, in einem Turm des Wormser Domes brütet seit Jahren ein Wanderfalken-P?rchen. Im Rahmen eines Wettbewerbs bekamen die beiden die Namen Friedrich und Isabella. Diese Namen sind benannt nach der englischen K?nigshochzeit im Wormser Dom.?

Verfolgen Sie hier mit uns die bisherigen Bruterfolge und leider auch tragischen Momente:

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Ausblick der Falken aus dem Turm der Dreifaltigkeitskirche

Brutsaison 2014/2015: Umzug auf den Turm der Dreifaltigkeit

Das Nest der Wanderfalken musste Ende Januar 2014 vom NABU Worms wegen des Gerüstbaus am Domturm schneller als erwartet abgebaut werden. Glücklicherweise konnte die Webcam im Laufe des Februars in den Turm der Dreifaltigkeitskirche umziehen, wo bereits ein neuer Horst auf unser Falkenpaar wartete. Aber leider wurde das Nest weder 2014 noch 2015 angenommen.?

Vermutlich fehlten Friedrich und Isabella die für Wanderfalken so begehrte "felsige" Umgebung., die ein romanischer Dom zu bieten hat. So müssen wir davon ausgehen, dass unser Falkenpaar wohl einen neuen Brutplatz gefunden haben.?

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Friedrich (Foto: Screenshot Falken-Wedcam vom 18.03.13)?
Friedrich (Foto: Screenshot Falken-Webcam vom 18.03.13)
Friedrich und Isabella (Foto: Screenshot Falken-Webdam vom 15.03.13)?
Friedrich und Isabella (Foto: Screenshot Falken-Webcam vom 15.03.13)

Brutsaison 2013: die Falken sind da!

Seit Wochen sitzt Friedrich, das M?nnchen (Terzel) allein gegenüber dem Domturm auf dem Turm der Dreifaltigkeitskirche, doch seine Partnerin Isabella lie? sich nicht blicken. Er hatte schon angefangen eine Nestmulde in die Sandbedeckung des Bodens im inneren des Kastens zu scharren und einen Flügelrest seiner Beute auf dem Anflugbrett zu legen.

Endlich, am 8. M?rz um 11.10, zeigte die nach innen gerichtete Kamera in der Internetübertragung das Paar in dem Horst und aus der Stadt werden jetzt von Wanderfalkenfreunden ihre gemeinsamen Flüge zwischen dem katholischen Dom und der evangelischen Dreifaltigkeitskirche gemeldet.

Gleich zweimal konnte das Falkenpaar am Wochenende vom 15.03.2013-17.03.2013 per Webcam im Nest auf dem Wormser Dom gesichtet werden. Und am am Morgen des 18.03.2013 kuschelte sich eines der Tiere in den Sand.

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Falken-Ei von Dr. Hilmar Kienzl, Worms?
Falken-Ei von Dr. Hilmar Kienzl, Worms
das zweite Falken-Ei, entdeckt von Elke Schilling-Laubmeister am 25.03.2013 um 10.45 Uhr?
das zweite Falken-Ei, entdeckt von Elke Schilling-Laubmeister am 25.03.2013 um 10.45 Uhr
3. Falken Ei. Entdeckt: 29.03.2013 um 7.30 Uhr von Elke Schilling-Laubmeister?
3. Falken Ei. Entdeckt: 29.03.2013 um 7.30 Uhr von Elke Schilling-Laubmeister
Falken-Ei mit Familie von Ingo Kuhnen, Worms?
Falken-Ei mit Familie von Ingo Kuhnen, Worms

Erstes Ei 2013

Rechtzeitig zu Ostern bescherten uns die Wormser Dom-Falken das erste Ei. Isabell, die Falkendame, legte am Freitag, 22. M?rz 2013 das erste Ei der Brutsaison 2013.

Lesen Sie hier das Protokoll von Elke Schilling-Laubmeister, Schweiz.

Das erste Ei wurde am Freitag, 22.03.2013, gesichtet. Seine Farbe: dunkleres Orange.
Am 22.03. probierte Isabella verschiedene Liegepositionen aus, um dann endlich das erste Ei zu legen. (Die Kamera sendet leider nur alle 15 Minuten ein Bild vom Geschehen in der Nistnische).

Verlassen lag es da in der kleinkiesigen Niststube, nahe dem Ein-/Ausgang. Nach der grossen Mühe der Ei-Ablage hielt sich die Falkendame Isabella bei dem Terzel Friedrich ausserhalb des Nistplatzes auf. Eine Viertelstunde sp?ter lag die Falkin wieder im Nest über dem Ei. Der 22.03. ist noch immer viel zu kühl für die Jahreszeit.
Der Rest des Tages wurde weiterhin mit Brüten zugebracht.

23.03.2013, Samstag
Was ist passiert? Es ist noch kalt und das Ei sollte doch eigentlich rundum gew?rmt werden.
Um 8.30 Uhr liegt das Ei wieder frei im Nest und von den Falken ist nichts zu sehen.
Als Neuling, da ich erstmals einem solchen Ereignis, dank Webcam, beiwohnen darf, mache ich mir ernsthaft Gedanken. Warum wurde das Ei so lange ungew?rmt der K?lte ausgesetzt? Wusste die Falkin bereits zu diesem Zeitpunkt, dass sie ein Problem-Ei gelegt hatte?
Es liess mir keine Ruhe und ich versuchte eine Erkl?rung von einem Mitarbeiter bei der Vogelwarte zu erhalten, die mich wieder optimistisch stimmte.

Gem?ss Auskunft, würde es den Eiern in der frühen Phase nichts ausmachen, wenn sie auskühlen, denn erst wenn das Brüten richtig losgeht, beginnen sich die Küken darin zu entwickeln und auch dann erst kann ihnen die K?lte wirklich schaden und ab dann wird das Falkenweibchen oder auch das M?nnchen rund um die Uhr auf dem Gelege sitzen. Diese V?gel beginnen tats?chlich erst richtig zu brüten, wenn alle Eier gelegt worden sind, damit dann die Küken auch alle ungef?hr zur selben Zeit schlüpfen. - Einzige Ausnahme, wenn es sich um ein ganz junges Weibchen handele, das noch keine Erfahrung hat. Dies trifft ja glücklicherweise bei dieser Falkenmama, also bei Isabella, nicht zu, so dass man Hoffnung sch?pfen darf, dass sie ihre Sache richtig macht.

Mit einem Blick ins Nest (um 10.45 Uhr) darf festgestellt werden, dass das Brüten weiter geht. Leider liegt das Ei viel zu oft verlassen in der K?lte. Es fragt sich, ob da wirklich noch Leben darin sein, also erweckt werden kann.

24.03.2013, Palmsonntag
Das Ei war heute gut eine Stunde v?llig frei der K?lte ausgesetzt. Ab 13.15 Uhr wurde gerade einmal für 15 Minuten bebrütet, dann war Isabella wieder verschwunden. Um 14.30 Uhr pl?tzlich lag das Ei frei, vorne beim Ein-/Ausgang, wo es von Anfang an lag, und ausserhalb eine Anzahl schnabelgerechter Frischfleisch-H?ppchen. Isabella, die Falkin, lag ganz hinten, als würde sie brüten. Liegt sie vielleicht auf einem 2. Ei? Nein, so war es nicht, denn um 16.00 Uhr liegt sie wieder vorne auf dem 1. Ei.

25.03.2013, Montag
Dem Bebrüten des 1. Ei's wird sehr ausdauernd nachgekommen, so dass wohl heute noch mit einem 2. Ei zu rechnen ist.

Zwischen 10.45 Uhr und 11.00 Uhr muss es geschehen sein, denn um 11.00 Uhr liegen zwei Eier auf dem Nistplatz.
Das 2. Ei ist gleichm?ssiger und um einiges heller in der Farbe als das erste Ei. Die beiden Eier k?nnen sich also farblich sehr gut voneinander abheben und lassen sich deshalb gut unterscheiden.

Beim Bebrüten kann es sein, dass die Eier etwas zu dicht beieinander zu liegen kamen, was dann sofort durch eine Korrektur behoben wurde, damit die Eier ja keinen Schaden nehmen.

26.03.2013, Dienstag
Die beiden Eier werden jetzt intensiver bebrüt und nicht mehr so lange, wie beim 1. Ei teilweise geschehen, verlassen der K?lte ausgesetzt.
Wann dürfen wir wohl mit dem dritten Ei rechnen und welche Farbe wird dieses aufweisen?
Der Nistkasten wird beim Eindunkeln nicht mehr einsehbar und so müssen wir uns auf den n?chsten Tag vertr?sten lassen.

27.03.2013, Mittwoch
Nun sind es bereits fünf Tage seit der 1. Ei-Ablage und zwei Tage nach der 2. Ei-Sichtung, und die Spannung w?chst von Tag zu Tag. Wieviele Eier werden zum Osterfest bestaunen dürfen?
Das Brüten geht auch heute weiter und man kann mit voller Hochachtung feststellen, dass Friedrich und Isabella ein ungeheueres Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Nachkommenschaft hegen, indem sie diese K?lte (Jahrhundert-K?lte für den Monat M?rz) irgendwie zu ignorieren verstehen. Das Miteinander dieses Falkenpaares ist von einer enormen Fairness gepr?gt, indem sie sich beim Brüten vorbildlich abl?sen und damit gleichzeitig entlasten.
Um 17.45 Uhr, nachdem Friedrich den Nistplatz verlassen hat, nimmt er endlich mit seiner Isabella das vor dem Nistkasten schon l?ngere Zeit in H?ppchen daliegende Fleisch zu sich. Nach ihrem gemeinsamen Mahl legt sich die Falkin nun auf die beiden Eier, um das Brüten fortzusetzen.
Der Tag d?mmert und der Nistkasten gibt leider keine Bilder mehr her.

Morgen ist ein neuer Tag und so dürfen wir freudig weiter hoffen. Vielleicht kommt hier das 3 x 3 zur Anwendung (1. Ei = Sichtung 22.03. / 15.15 Uhr, 2. Ei = Sichtung 25.03./ 11.00 Uhr)?

28.03.2013, Gründonnerstag
Das Bebrüten der beiden Eier wird von dem Falkenpaar mit viel Ausdauer bewerkstelligt.
Am Nachmittag aber sitzt Isabella augenf?llig mehr über den Eiern als Friedrich.
Und schon beginnt die Spekulation auf ein Neues zu blühen. Bedeutet dieses Verhalten, dass mit dem dritten Ei nun jederzeit zu rechnen ist? Nun, die ganze Spekulation zeigte sich am Abend als Trugschluss. Als die einsetzende D?mmerung einen Einblick in den Nistkasten verwehrte und bis zu diesem Zeitpunkt nach 19.00 Uhr das dritte Ei noch nicht gelegt war, hiess es abermals die Spannung auf den n?chsten Tag zu übertragen.

29.03.2013, Karfreitag
Heute morgen die Ueberraschung, denn um 7.30 Uhr durfte ich das 3. Ei erblicken. Auch dieses unterscheidet sich wiederum von den anderen zwei Eiern, in der Farbe, die ein gleichm?ssiges Orange zeigt. Sehr sch?ne aufeinander abgestimmte Farbt?ne. Auf diese Weise wird man auch das Schlüpfen der Küken, in welcher Reihenfolge zum Beispiel, sehr gut kontrollieren k?nnen.

Wenn man sich die hier abgelegten Eier mit dem Ziffernblatt einer Uhr gleichsetzt, so liegt das erste Ei zwischen der 1 und 2, das zweite Ei zwischen der 7 und 8 und das dritte Ei bei 11 Uhr. Diese Methode sehe ich für mich als Laie als eine hilfreiche Orientierung an (die verschiedene F?rbung unterstützt hierbei ungemein). Auf diese Weise kann man sehr gut mitverfolgen, ob die Küken in der gleichen Reihenfolge schlüpfen werden, wie die Ei-Ablage Wochen zuvor stattfand und welche Küken die beste Chance haben.

30.03.2013, Karsamstag
Es gab keine besonderen Vorkommnisse, was der Webcam-Besucher beurteilen kann. Brüten war den ganzen Tag über angesagt. Bei D?mmerungseintritt wird dieser Tag für die ?Nestgucker“ (Webcam) beendet und hoffnungsvoll der n?chste Tag, Ostersonntag, erwartet.

31.03.2013, Ostersonntag
Auch an diesem Tag bemühte sich das Falkenpaar abwechslungsweise zu brüten und die drei farblich wundersch?nen Eier warmzuhalten, um Schaden von den Embryos abzuwenden.

01.04.2013, Ostermontag
Unermüdlich und mit viel Geduld ist auch heute Brüten angesagt. Die Spannung w?chst jedoch von Mal zu Mal, denn eigentlich sollte heute doch noch ein viertes Ei erwartet werden dürfen. Vielleicht liegt es l?ngst bei den anderen dreien, doch durch die 15-Min.-Aufnahmen kann man, wenn sich die Falken beim Brüten abwechseln und vom Gelege erheben, dieses nicht mitbekommen, da in der Zeit des Wechsels die Webcam-Aufnahmen gerade kein Bild macht.
Beim n?chsten Bild bemerkt man dann nur, dass hier in der Zwischenzeit eine Abl?sung stattfand. Nein, nein, nein, auch heut' am Ostermontag soll es noch nicht sein!

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drei Falken-Eier (Bild: webcam 01.04.2013, 09 Uhr)?
drei Falken-Eier (Bild: webcam 01.04.2013, 09 Uhr)

K?nnen wir mit weiteren Falken-Eiern rechnen?

Bis zum 10.04.2013 lagen nur drei Eier im Falkennest. Daher stellte sich die Frage, ob wir mit noch einem Falken-Ei rechenen konnten.?

Wie wir von Dr. Hilmar Kienzl mitgeteilt bekamen, war mit einem Abstand von ca. 8 Tagen seit der letzten Eiablage kein weiteres Ei zu erwarten, so dass wir erstmals auf den Schlupf von 3 Jungfalken und nicht 4 wie in allen Vorjahren warten mussten.

Die Eischalenf?rbung von r?tlich bis gelblich, die damit dieses Jahr sehr unterschiedlich zwischen den drei Eier ausfiel, wies,?laut Dr. Hilmar Kienzl, nicht auf Unterschiede in der Qualit?t hin.

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Erstes Küken 2013 vom 30.04.2013, Dr. Hilmar Kienzl?
Erstes Küken 2013 vom 30.04.2013, Dr. Hilmar Kienzl
das zweite Küken kam wahrscheinlich am 01.05.2013 auf die Welt?
das zweite Küken kam wahrscheinlich am 01.05.2013 auf die Welt
das Falken-Trio (Foto: Elke Schilling-Laubmeister)?
das Falken-Trio (Foto: Elke Schilling-Laubmeister)

Die Falken-Küken im Jahr 2013 sind geschlüpft!

Es ist vollbracht! Die Falkenbabys haben das Licht der Welt erblickt.

Das erste Falken-Küken wurde am 30.04.2013 von Elke Schilling-Laubmeister entdeckt. Am 1. Mai 2013 lagen weitere Eierschalen im Nest, weshalb man davon ausgehen kann, dass das zweite Küken an diesem Tag geschlüpft ist. Das letzte Küken wurde am Freitag, 03.05.2013 um ca. 7:00 Uhr, von zahlreichen "Webcam-Zuschauern" entdeckt. Ab jetzt k?nnen Sie beobachten, wie die kleinen Falken ihre ersten Tage auf der neuen Welt verbringen und ihre Eltern auf Trapp halten. Wir k?nnen nur hoffen, dass der Nachwuchs dieses Jahr überlebt.


Dr. Hilmar Kienzl hat uns, pünktlich zu den geschlüpften Babys, einige interessante Informationen über den Nachwuchs gegeben.

Die erste Eischale wurde genau wie im Lehrbuch geschrieben 32 Tage nach der Ablage des dritten Eies gesichtet, also wurden die zuvor gelegten zwei Eier nur warm gehalten und noch nicht bebrütet. Wenn, wie wir hoffen, aus allen drei Eiern ein Junges schlüpft, geschieht dies innerhalb von drei Tagen. Nach dem Schlüpfen sitzt Isabella w?rmend zu 90 % der Zeit auf den Jungen und Friedrich bringt ihr die Vogelbeute. Isabella frisst auch Stücke der Eierschalen, um ihren Kalkverlu?t wieder auszugleichen. Sind die 40 Gramm schweren Küken mit ihren noch geschlossenen Augen aber schon einmal ohne W?rmeschutz, da ihr erstes, haarartiges und schneewei?es Dunenkleid noch nicht genug die K?lte abh?lt, rücken sie zu einer w?rmenden Pyramide eng zusammen. Die zartesten Fleischstückchen werden jedoch nicht tief in den ge?ffneten Schnabel gesteckt, sondern nur angeboten. Wenn das erste nicht mehr bettelt, kommt das n?chste Küken dran, bis alle durchgefüttert sind und wieder schlafen.

Nach fünf Tagen wird sich das K?rpergewicht bereits verdoppelt haben. Ab dem 8. Tag kommt es bei den Jungen zum Garderobewechsle, das zweite Dunenkleid mit grauwei?en, kleinen Federn fangen zu sprie?en an. Ab dem 10. Tag werden die Jungen überwiegend allein gelassen, da beide Eltern auf Futterjagd gehen, 4 bis 6 Mal am Tag füttern und die Jungen nur noch vom Turm der Dreifaltigkeitskirche aus bewachen.

Die kleinen grauen Ballen, die sich im Kies des Brutplatzes finden, sind Gew?lle, d. h. wie bei Eulen ausgewürgte überreste von Federn, die mitverschluckt wurden. Allerdings findet man nicht wie bei Eulen auch viele kleine Knochen in den von Falken seltener ausgewürgten Gew?llen, da die Falken das Fleisch fast vollst?ndig von den Knochen abhacken.


Lesen Sie hier ein Protokoll, über den Tagesablauf von Isabella und Friedrich bis zur Geburt ihrer Küken, von Elke Schilling-Laubmeister, Schweiz:

Donnerstag, 25.04.2013
Auffallend, dass die drei Eier noch nie so oft verlassen dalagen, aber bei der n?chsten Webcam-Aufnahme wieder vom K?rper eines der Altv?gel bedeckt waren. Eine rechte Unruhe beim Falkenpaar liess hoffen.
Es hatte den Anschein, dass die Eier sich im Umfang immer mehr gleichen und die kleinen Gr?ssenunterschiede verschwinden.

Freitag, 26.04.2013
Im Gegensatz zum Vortag bekamen die ?Nestgucker“ die Eier nicht mehr zu Gesicht, da sie von einem der Eltern, meistens von der brütenden Isabella mit ihrem Federkleid bedeckt waren.
Friedrich konnte es sich nicht verkneifen und musste sich zwischen den Federn einmal jucken oder putzte er sein Gefieder? Jedenfalls bleiben die Eier w?hrend dieser Aktion verborgen.

Wann genau wird uns das Glück hold sein? – Die Spannung wird langsam unertr?glich.

Samstag, 27.04.2013
Die warmen, ja hei?en Tage sind so schnell sie kamen, von einem zum anderen Tag von einer Kaltfront überrollt worden. Sie zerst?rten unsere Hoffnung, endlich doch noch ein saisongerechtes Klima erleben zu dürfen. Traurig stehen die in voller Pracht erblühten Kirschb?ume u.a. sowie die bunten Blumenrabatte im Regen.
Und wieder muss warme Kleidung hervorgenommen werden. Es herrschen also nicht gerade die besten Voraussetzungen für den zu erwartenden Falken-Nachwuchs.

Das fleissige Brüten geht ohne Ver?nderung bis zum letzten Apriltag, dem 30.04.2013 weiter.

Bereits am Tag darauf, dem 01.05.2013 entschlüpft das 2. Küken der Enge seiner Eischale. Jetzt fehlt nur noch das Dritte im Bunde, doch kann man jetzt schon sagen, dass alle drei exakt in der Reihenfolge der Ei-Ablage geschlüpft sind.

Freitag, 03.05.2013
Nun hat auch das dritte Küken es geschafft, sich aus der Enge der Eischale zu befreien, wobei ich als Laie feststellen muss, dass dies jeweils am Morgen, noch vor der Mittagszeit, geschah.
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Ein Beitrag von Elke Schilling-Laubmeister, Schweiz

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Falken-Familie (Foto: webcam)?
Falken-Familie (Foto: webcam)

Statistik über die Brutsaison 2013

1. Ei gesichtet am 22.03.2013 (15.15 Uhr)
2. Ei gesichtet am 25.03.2013 (11.00 Uhr)
3. Ei gesichtet am 29.03.2013 (07.30 Uhr)

1. Küken geschlüpft am 30.04.2013
2. Küken geschlüpft am 01.05.2013
3. Küken geschlüpft am 03.05.2013

Ein Beitrag von Elke Schilling-Laubmeister, Schweiz

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Falken-M?nnchen Friedrich. Er ist 1/3 kleiner als das Weibchen?
Falken-M?nnchen Friedrich. Er ist 1/3 kleiner als das Weibchen
Falken-Weibchen Isabell, sie ist rund 1/3 gr??er als das M?nnchen ?
Falken-Weibchen Isabell, sie ist rund 1/3 gr??er als das M?nnchen
Falken-Ei von Manfred Schmitt, Obermichelbach?
Falken-Ei von Manfred Schmitt, Obermichelbach

Falkenexperte Dr. Hilmar Kienzl beantwortet Fragen zur Brutsaison:

Wie unterscheidet Mann M?nnchen und Weibchen?
das beste Unterscheidungsmerkmal der beiden Wanderfalken ist ihr Gr??enunterschied. Friedrich ist ein Drittel kleiner. Daher ist der Name für den m?nnlichen Wanderfalken Terzel (1/3).Dies sieht man, wenn man beide sitzen sieht. Isabella st??t quersitzend fast vorne und hinten an die Wand, Friedrich hat kein Platzproblem.
Isabella hat einen hellgelben Schnabelansatz, auch Wachshaut rund um die Nasenl?cher genannt, der von Friedrich ist dunkelgelb. (siehe auch Bilder links)

Wird das Ei schon bebrütet?
Die ersten zwei Eier werden nur warm gehalten, das eigentliche Brüten mit mindestens 37 Grad beginnt erst nach der Ablage des dritten Ei`s.

Warum sieht man seit Freitag die Wanderfalken dennoch fast immer auf dem Ei sitzen?
Die K?lte dieser Tage macht es n?tig, das Ei nicht fast zum Gefrieren abkühlen zu lassen. Ein Gefrieren w?re der Tod des Embrios im ersten Zellteilungstadium. Im w?rmeren letzten Frühling 2012 wurden die ersten zwei Eier auch über Stunden allein gelassen.

Wer h?lt jetzt die Eier warm? Isabella oder Friedrich?
Beide. Sie wechseln sich blitzschnell ab. Zu unterscheiden sind sie an ihrer Gr??e. Wenn die um 1/3 gr??ere Isabella schr?g im Kasten sitzt, sieht man, dass sie bei einem v?lligen Quersitzen fast mit Schnabel und Schwanzfederenden an der Wand ansto?en würde. Beim kleineren Friedrich gibt es kein Platzproblem.

Wann kommt das n?chste Ei?
Vielleicht schon zwei Tage nach dem Ersten. 7 bis 8 Tage nach dem ersten sollten vier Eier im Horst liegen, ganz selten auch 5.

Wann schlüpft das erste Junge aus dem Ei?
Nach 32 bis 34 Tagen, also etwa in der 17. Kalenderwoche. Es k?nnte der 25. April sein.

In den Vorjahren wurde das erste Ei ca. 14 Tage früher gelegt. Warum jetzt so sp?t ?
Wir wissen von anderen Brutpl?tzen dieses Jahr, dass sich die Eiablage wenige Tage verz?gert hat. Der Sonnenmangel im Januar und Februar oder die andauernde K?lte dieses Jahres – wir wissen es nicht. Allerdings haben wir Isabella dieses Jahr erst so sp?t zum Dom fliegen sehen, dass wir schon unsicher wurden, ob es dieses Jahr überhaupt klappt. Der Grund hierfür ist uns nicht bekannt. Friedrich wartete jedenfalls schon wochenlang auf der Dreifaltigkeitskirche gegenüber und bewachte den Brutplatz im Nord-Ostturm des Doms.

Direkte Beobachter vor dem Dom sehen jetzt pl?tzlich die Wanderfalken kaum noch fliegen oder dort sitzen. Warum ?
Mit der Eiablage werden die Wanderfalken sehr vorsichtig und zeigen sich nur noch beim Wechsel zum Warmhalten der Eier, um keinen geflügelten, vier- oder zweibeinigen Feinden ihren Brutplatz zu verraten.

Sp?testens mit dem Schlüpfen der Jungen beantworte ich gerne wieder Fragen.

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Die toten Falkenküken im Nest?
Die toten Falkenküken im Nest
Für eine n?here Untersuchung der Todesursache wurden die Küken aus dem Nest genommen?
Für eine n?here Untersuchung der Todesursache wurden die Küken aus dem Nest genommen

Alle Falkenküken 2013 sind tot!

Warum zeigt das Webcambild ein leeres Nest? Wo sind die Falkenküken hin? Was ist passiert? Wurden die Kleinen von einem gefiederten R?uber gefressen, wie im letzten Jahr geschehen? Oder ist gar ein vergiftetes Futtertier, etwa eine Taube, am Tod der Falkenkinder schuld? Diese Frage richteten etliche Beobachter der Wanderfalkenwebcam per E-Mail an die Internetredaktion.

Die traurige Nachricht: Alle drei Küken sind tot. Wie Dr. Kienzl vom NABU berichtete, seien sie "innerhalb eines halben Tages überraschend gestorben." Zusammen mit einem weiteren NABU-Mitglied, Klaus Rupprecht, hatte er am Samstagmorgen die toten Jungen aus dem Horstkasten entfernt. Für eine genaue Untersuchung der Todesursache seien die leblosen K?rper in Plastiks?ckchen gepackt und tiefgefroren eingelagert worden. "Wir sind mit führenden Wanderfalkenexperten Deutschlands in Kontakt", so Dr. Kienzl. W?hrend der Entfernungsaktion h?tten die beiden Falkeneltern heftig schreiend die Domtürme umkreist und dann von dem Turm der Dreifaltigkeitskirche aus die traurige Aktion beobachtet.

In den n?chsten Tagen werde man den inzwischen mit den entsprechenden Hinweisen versehenen Bildschirm bei Ofen-Horn, der bisher einen Livestream aus dem Nest zeigte, abbauen.


Haben bzw. zeigen Falken auch Gefühle, wie Trauer oder Freude?

Gefühle im menschlichen Sinn haben V?gel wohl nicht. Aber z. B. die eifrige Suche nach verlorenen Jungen oder "gefühlvolles" Verteidigen Ihres Horstes mit der Brut erinnert an menschliche Antriebe in vergleichbaren Situationen. (Auskunft von Dr. Hilmar Kienzl)

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Falken-Kinder (Foto: Webcam)?
Falken-Kinder (Foto: Webcam)
Falkennachwuchs 2013 (Foto: Webcam)?
Falkennachwuchs 2013 (Foto: Webcam)

Todesursache aufgekl?rt!

Leider starben auch dieses Jahr unsere Falken-Küken. Ihre Kadaver wurden vom veterin?rmedizinischen Untersuchungsamt Karlsruhe untersucht und die Todesursache konnte gekl?rt werden. Unsere "Kleinen" starben an einer akuten bakteriellen Infektion, die sich mit eines Darmkeims im K?rper ausbreitete. Ihr Ern?hrungszustand war sehr gut gewesen, fast ihr ganzer K?rper war jedoch mit Lederzecken befallen, dies war "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichekeit" die Ursache für die bakterielle Infektion.

Zus?tzliche molekularbiologische Untersuchungen auf drei verschiedene Virenarten und auf einen weiteren Keim, die als Vogelerkrankungsursachen bekannt sind, erbrachten keinen Nachweis auf einen Befall. Die Elternv?gel flogen am Tag nach dem Tod der Jungv?gel und auch in den folgenden Wochen ohne Krankheitszeichen weiter um den Dom.

Um auch noch den geringsten Verdacht einer Vergiftung auszuschlie?en, hatte der NABU Worms eine Untersuchung auf Vergiftung in Auftrag gegeben. Die aufw?ndige Untersuchung in der Vetrin?rtoxikologie in Freiburg ergaben bei allen drei Küken keinerlei Hinweis auf eine Vergiftung. Solche Vergiftungen sind vereinzelt in Deutschland andernorts schon gefunden worden. Weder ungew?hnliche Anf?rbungen, geruchliche Abweichungen noch die Untersuchung auf toxikologisch relevante Substanzen oder Arzneimittelrückst?nde von Mageninhalt und Leber der drei Wanderfalkenküken zeigten einen Hinweis auf eine Vergiftung.

?Das Verschwinden der drei fast flugf?higen Jungfalken im letzten Jahr, die vermutlich Beute eines Uhus wurden und der Infektionsstod der Küken in diesem Jahr, führt vor Augen, welchen Gefahren wildlebende Tiere ausgesetzt sind“, so Dr. Kienzl vom NABU. Nur eine ausreichend gro?e Anzahl frei lebender Falken kann solche natürlichen Verluste ausgleichen. Ein j?hrlicher Zuwachs ist daher keineswegs eine Selbstverst?ndlichkeit. Bei der heute noch geringen Zahl von Wanderfalken in Europa bedarf es des besonderen Schutzes, um den Bestand zu sichern und aufzubauen. Nicht zuletzt deshalb war der Wanderfalke wegen des drohenden Aussterbens in Deutschland der erste vom NABU ernannte “Vogel des Jahres“.

Dass keine Vergiftung die Todesursache war, ist für den NABU Worms eine Ermutigung, das Wanderfalkenprojekt in der Stadtmitte von Worms auch im n?chsten Jahr fortzuführen.

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Falkennachwuchs 2012 (Bild: Webcam vom 29.04.2012 16 Uhr)?
Falkennachwuchs 2012 (Bild: Webcam vom 29.04.2012 16 Uhr)
Falkennachwuchs 2012 (Bild: Webcam vom 02.05.2012 16 Uhr)?
Falkennachwuchs 2012 (Bild: Webcam vom 02.05.2012 16 Uhr)

Was geschah mit dem Falkennachwuchs von 2012?

2012 erhielten wir die traurige Nachricht, dass von allen vier Falkenbabys jede Spur fehlt. Da man sie seit einigen Tagen nicht mehr durch die Webcam sehen konnte, hatte sich Dr. Kienzl selbst ein Bild von der Lage gemacht und musste damals die traurige Mitteilung machen, dass "die Brut in diesem Jahr leider nicht von Erfolg gekr?nt" war.

Bereits Anfang Mai war das schw?chere der Jungtiere, Dietrich, verschwunden. Die verbleibenden drei V?gelchen konnte Dr. Kienzl damals von der Dreifaltigkeitskirche aus noch sehen, aber dann waren auch sie nicht mehr da. Auch nach intensiver Suche waren die Kleinen nirgends aufzufinden, weder hoch oben im Dom, noch auf dem Boden um den Dom herum.

Es wurde vermutet, dass die Kleinen zur Beute eines anderen - vermutlich gefiederten - Tieres wurden. Auff?llig war auch, dass die Eltern, Isabell und Friedrich, nicht mehr zum Nest kamen und auch im weiteren Umfeld nicht mehr gesichtet wurden, was darauf schlie?en lie?, dass sie die Brut aufgegeben haben.

Da die Falkenkinder keinesfalls schon flugtauglich waren, mussten wir auch die Hoffnung aufgeben, dass sie sich ein anderes Zuhause gesucht haben. Doch was genau passiert ist, blieb weiter unklar. Es waren weder Spuren noch überreste der Tiere zu finden.?

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Der Blick auf das Falkennest wurde bisher erm?glicht durch die Dompfarrei St. Peter, die Volksbank Worms-Wonnegau e. G., den Naturschutzbund Worms-Wonnegau (NABU) und die Tourist Information Worms, die übertragung der Bilder und Bereitstellung auf worms.de durch die Internetredaktion der Stadt Worms.

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