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Schutzgebiete

Mit der Ausweisung von Schutzgebieten werden hochwertige Fl?chen für den Arten- und Biotopschutz sowie für die Naherholung sowie deren Entwicklungsm?glichkeiten gesichert. Die unterschiedlichen Schutzgebiete k?nnen hinsichtlich ihrer Gr??e, ihres Schutzzweckes und ihrer Schutzziele und den daraus abzuleitenden Nutzungseinschr?nkungen unterschieden werden. Schutzformen und –kategorien leiten sich aus Kapitel 4 des Bundesnaturschutzgesetzes ab. Eine Kartenübersicht der Schutzgebiete im Stadtgebiet Worms finden Sie?hier


Naturschutzgebiete

Natura 2000

Landschaftsschutzgebiete

Naturdenkmale

Geschützte-Landschaftsbestandteile


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Naturschutzgebiet Wormser Ried mit Becken 2-5. Im Hintergrund der Flugplatz Worms?
Naturschutzgebiet Wormser Ried mit Becken 2-5. Im Hintergrund der Flugplatz Worms
NSG "Spie?-An der Spie?brücke" mit renaturierter Seegrabenaue ?
NSG "Spie?-An der Spie?brücke"

Naturschutzgebiete (NSG)

Naturschutzgebiete genie?en einen besonderen Schutz aufgrund ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Sch?nheit zur Erhaltung und Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensst?tten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten (§ 23 BNatSchG).

Folgende Naturschutzgebiete befinden sich in Worms:

  • NSG " Wormser Ried"
  • NSG "Spie?-An der Spie?brücke"


Eine ausführliche Beschreibung für?die Wormser Naturschutzgebiete?finden Sie hier:

NSG "Spie?-An der Spie?brücke"

NSG " Wormser Ried"

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Natura 2000

Die Europ?ische Union hat im Bereich des Naturschutzes zwei Richtlinien erlassen, die in die nationalen Gesetzgebungen (§§ 31 – 36 Bundesnaturschutzgesetz)?übernommen wurden, n?mlich?

  • die EG – Vogelschutzrichtlinie, und?
  • die FFH – Richtlinie ( Flora – Fauna – Habitat - Richtlinie ).?

Beide Richtlinien bilden zusammen das Europ?ische Naturschutzgesetz, mit deren Umsetzung die einzelnen Mitgliedstaaten beauftragt sind. Ziel dieser Richtlinien ist der Aufbau eines europ?ischen Netzes ?Natura 2000“ mit einer repr?sentativen Auswahl aller Lebensr?ume von gemeinschaftlichem Interesse zum Schutz der biologischen Vielfalt in Europa. Die ?ltere EG-Vogelschutzverordnung erg?nzt die FFH – Richtlinie um die Lebensr?ume bestimmter Vogelarten.

Die FFH - Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten in zweierlei Hinsicht:

  • Verschlechterungsverbot ( der Zustand der Natur darf sich in den Gebieten nicht verschlechtern ); und?
  • Erhaltungsma?nahmen ( die Mitgliedstaaten treffen geeignete Ma?nahmen zur Erhaltung ggf. Entwicklung der Gebiete ).

Jedoch wird auch in den gemeinschaftlichen Schutzgebieten das Interesse an gemeindlichen und st?dtebaulichen Entwicklungen und Bedarf an land- und forstwirtschaftlichen Anpassungen bestehen, die durch die vorliegende Richtlinie naturvertr?glich gesteuert werden soll. Pl?ne und Projekte sind jeweils einer Vertr?glichkeitsprüfung zu unterziehen. Dies gilt im übrigen auch für Projekte und Pl?ne, die von au?en erheblich auf das Gebiet einwirken k?nnen.

Im Wormser Stadtgebiet wurde das bestehende NSG ?Wormser Ried“ als Teil des gro?r?umigen Gebietes ?Rheinniederung Ludwigshafen – Worms“ als FFH – Gebiet gemeldet und bestimmt.

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Landschaftsschutzgebiete (LSG)

Landschaftsschutzgebiete genie?en einen besonderen Schutz zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsf?higkeit des Naturhaushaltes wegen der Vielfalt, Eigenart und Sch?nheit der Landschaft und wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung (§ 26 BNatSchG).

Im Stadtkreis Worms befinden sich folgende Landschaftsschutzgebiete:

LSG "Rheinhessisches Rheingebiet

Es handelt sich hier um ein gro?r?umiges Gebiet, welches Teile entlang des Rheins von Worms bis Bingen umfasst. Im Stadtgebiet Worms befindet sich der Teil 1 (Rheinaue in Worms-Süd) sowie Bereiche des Teils 2 (Rheinaue entlang Rheindürkheim und Ibersheim und die angrenzenden H?nge in Teilbereichen der Gemarkungen Herrnsheim und Abenheim).

Im Landschaftsschutzgebiet sind alle Ma?nahmen verboten, die zu einer Ver?nderung des Charakters des Gebietes führen k?nnen oder geeignet sind den Schutzzweck zu gef?hrden. Insbesondere (u.a.!) sind ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbeh?rde verboten:

  • das Errichten oder Erweitern von baulichen Anlagen aller Art;
  • die erhebliche Ver?nderung der bisherigen Bodengestalt;
  • das Fahren mit oder das Parken von Kraftfahrzeugen aller Art au?erhalb der dem ?ffentlichen Verkehr gewidmeten Stra?en und Pl?tze;
  • das Lagern, Zelten und Aufstellen von Wohnwagen au?erhalb von beh?rdlich genehmigten Pl?tzen;
  • das Beseitigen oder Besch?digen bedeutsamer Landschaftsbestandteile wie Felsen, Teiche, Rohr- und Riedbest?nde, Uferbewuchs, Feldgeh?lze, Alleen, Baumgruppen, Einzelb?ume und Hecken;
  • das Errichten oder Erweitern von Einfriedungen aller Art.

RVO Rheinhessisches Rheingebiet


LSG ?Pfrimmaue Hochheim / Pfiffligheim“

Es handelt sich hier um die Auenbereiche der Pfrimm in den Gemarkungen Hochheim und Pfiffligheim. Wichtig als Leitbahn für die Frischluftzufuhr in die Innenstadt, beinhaltet dieser Bereich ein vielf?ltiges Nutzungsmosaik aus landwirtschaftlicher Fl?che, Obstbaumbest?nden, G?rten und naturnahe Ufers?ume der Pfrimm, welche ?kologisch bedeutsame Wechselbeziehungen bedingen und gleichzeitig einen gro?en Erholungswert für die Wormser Bev?lkerung hat.

Im Landschaftsschutzgebiet sind alle Ma?nahmen verboten, die zu einer Ver?nderung des Charakters des Gebietes führen k?nnen oder geeignet sind den Schutzzweck zu gef?hrden. Insbesondere ( u.a.! )sind ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbeh?rde verboten:

  • das Errichten oder Erweitern von baulichen Anlagen aller Art;
  • das Anlegen oder Erweitern von Stell-, Park-, Sport-, Bade-, Zelt- und Campingpl?tzen sowie von Freizeiteinrichtungen;
  • Neu- und Ausbauma?nahmen im Stra?en- und Wegebau;
  • das Fahren mit oder das Parken von Kraftfahrzeugen aller Art au?erhalb der dem ?ffentlichen Verkehr gewidmeten Stra?en und Pl?tzen;
  • das Beseitigen oder Besch?digen von Landschaftsbestandteilen wie Felsen, Teiche, Rohr- und Riedbest?nde, Uferbewuchs, Feldgeh?lze, Alleen, Baumgruppen, Einzelb?ume und Hecken;
  • die Nutzungs?nderung auf Streuobstwiesengrundstücken einschl. der Rodung von Obstb?umen;
  • das Errichten oder Erweitern von Einfriedungen aller Art;
  • Handlungen, die die Ruhe der Natur oder den Naturgenuss durch L?rm oder auf andere Weise st?ren.

RVO Pfrimmaue Hocheim / Pfiffligheim


LSG " Eisbachauen"

Es handelt sich hier um die Auenbereiche des Eisbaches in den Gemarkungen Wiesoppenheim und Heppenheim und in Teilen in den Gemarkungen Horchheim und Weinsheim zwecks Erhaltung und Wiederherstellung der für diesen Bereich historischen Obstwiesen, Wiesen sowie der vielf?ltigen Landschaftstrukturen.

Im Landschaftsschutzgebiet sind alle Ma?nahmen verboten, die zu einer Ver?nderung des Charakters des Gebietes führen k?nnen oder geeignet sind den Schutzzweck zu gef?hrden. Insbesondere (u.a.!) sind ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbeh?rde verboten:

  • das Errichten oder Erweitern von baulichen Anlagen aller Art;
  • das Anlegen oder Erweitern von Stell-, Park-, Sport-, Bade-, Zelt- und Campingpl?tzen sowie von Freizeiteinrichtungen;
  • Neu- und Ausbauma?nahmen im Stra?en- und Wegebau;
  • das Fahren mit oder das Parken von Kraftfahrzeugen aller Art au?erhalb der dem ?ffentlichen Verkehr gewidmeten Stra?en und Pl?tzen; ausgenommen ist die Zufahrt zum Grundstück ?Weidenmühle“;
  • das Beseitigen oder Besch?digen von Landschaftsbestandteilen wie Teiche, Rohr- und Riedbest?nde, Uferbewuchs, Feldgeh?lze, Alleen, Baumgruppen, Einzelb?ume und Hecken;
  • die Nutzungs?nderung auf Wiesengrundstücken einschl. der Rodung von Obstanlagen, sofern die Anlage nicht dem Erwerbsobstbau dienen.

RVO LSG Eisbachauen

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Naturdenkmale (ND)

Naturdenkmale genie?en einen besonderen Schutz aufgrund ihrer Seltenheit, Eigenart und Sch?nheit sowie aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen (§ 28 BNatSchG).

Im Stadtgebiet Worms gibt es eine Vielzahl von Naturdenkm?ler, zum gro?en Teil bedeutende Einzelb?ume, aber auch historische Parkanlagen, eine herausragende Altholzinsel und besondere Natursch?pfungen wie ein landschaftlich bedeutender Hangabbruch, Hohlwege, ein Feuchtgebiet im Auenbereich des Rheins oder ein Sickerquellhang. Exemplarisch seien hier folgende genannt:


ND ?Abenheimer Klinge“

Es handelt sich um ein von mehreren Sickerquellen gepr?gtes Feuchtgebiet, welches neben den als G?rten genutzten Fl?chen ein Mosaik aus ?kologisch hochwertiger Pioniergesellschaft der Quellsumpfbereiche, Schilffl?chen, Wald- und Wiesenbereiche darstellt.


ND ?Kastanie bei der Firma Langenbach“

Eine ausgesprochen sch?ne, ca. 80 Jahre alte, in den Stra?enraum der Alzeyer Stra?e ragende Kastanie


ND ?Lindenallee an der H?henstra?e“

Ein landschaftspr?gendes Element, welches auch dem Hauptfriedhof eine angemessene Kulisse verleiht. Aufgrund der schwierigen Standortbedingungen und trotz vieler baumpflegerischer Bemühungen ist die Allee abg?ngig. Ein Ersatz auf der gegenüberliegenden Stra?enseite ist bereits angelegt.


ND ?Hohlwege am Abenheimer Klausenberg“

Es handelt sich um zwei Hohlwege und Feldraine im Bereich der Kreisstra?e Worms-Abenheim und Osthofen, die aufgrund ihrer besonderen Vegetation und ihrer landschaftspr?genden Wirkung ?diesen besonderen Schutz genie?t.

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Geschützte Landschaftsbestandteile

Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB) genie?en einen besonderen Schutz zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- und Landschaftsbildes, zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsf?higkeit des Naturhaushaltes, zur Abwehr sch?dlicher Einwirkungen und wegen ihrer Bedeutung als Lebensst?tten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten (§ 29 BNatSchG)

Im Stadtkreis Worms wurde eine Vielzahl an Geschützten Landschaftsbestandteilen ausgewiesen, so u. a. landschaftspr?gende Hohlwege, der ehemalige Mühlgrabenverlauf im Westen der Gemarkung Worms-Pfeddersheim, eine ehemalige, sich selbst überlassene Kiesabbaust?tte in der Gemarkung Heppenheim und Einzelb?ume mit orts- oder landschaftspr?gendem Charakter.
Exemplarisch seien hier folgende genannt:

GLB ?M?rst?dter Hohl“

Es handelt sich hier um einen ausgepr?gten Hohlweg in der Gemarkung Pfeddersheim (K11), welcher als Erosionsrinne seine Entwicklung begann, diese dann durch Auswaschungen und Befahrungen sich vertiefte ? und sich damit zu einer in Deutschland seltenen Landschaftsform entwickelte, die aufgrund ihrer Exposition und dem anstehenden L?sslehm Lebensraum für spezialisierten Tier- und Pflanzenart darstellt.

GLB ?Geh?lzbestand Wiesenmühle“

Das Gebiet umfasst in einer Gesamtgr??e von etwa 1,87 ha den Mündungsbereich des ehemals künstlich hergestellten Wasserlaufs ?Mühlgraben“ im Nebenschluss der Pfrimm (Gemarkung Pfeddersheim), der seit den 70er-Jahren nicht mehr geflutet wird und auch teilweise zugeschüttet wurde. Der Bereich weist noch den typischen Bachbegleitwuchs auf. Dieser Geh?lzstreifen stellt sowohl ein eigenst?ndiges Biotop dar, steht jedoch auch in vielf?ltigen Wechselbeziehungen zur Pfrimm und übt positiven Einfluss auf Kleinklima und Erosionsvermeidung dar.

GLB ?Obstanlage im vorderen Rührenzaun“

Es handelt sich hier um eine ehemalige, ca. 0,4 ha gro?e ehemalige Kiesabbaust?tte, die sich durch hohe Steilb?schungen auszeichnet und einen alten Obstbaumbestand beherbergt. Innerhalb des umgebenden ungegliederten landwirtschaftlichen Produktionsraumes in der Gemarkung Worms-Heppenheim stellt dieser Bereich einen wichtigen Brut-, Rückzugs-, und Nahrungsbiotop insbesondere für V?gel, Insekten und Kleins?uger dar.

GLB ?Ehemaliger Bahndamm zwischen Worms-Neuhausen und Worms-Abenheim“

Der ehemalige Bahndamm dient als Radwegeverbindung zwischen Neuhausen und Abenheim. Beidseitig des ausgewiesenen Weges befinden sich die Dammb?schungen, die als übergangsbereich zu den angrenzenden Wirtschaftswegen und anderen Grundstücken Grünbereiche verschiedenster Auspr?gung darstellen. 70 verschiedene Blühpflanzen bereichern das Landschaftsbild und werden teilweise begleitet oder abgel?st von Einzelgeh?lzen oder ausgedehnten Geh?lzgürteln mit ebenfalls hohem ?kologischen wie landschafts?sthetischen Wert.

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Ausnahmegenehmigung

Antr?ge auf Ausnahmegenehmigung nach den Regelungen der Schutzgebiets-Verordnungen (LSG, GLB, ND) sind bei der unteren Naturschutzbeh?rde (siehe "Bürgerservice Kontakt") zu stellen.?

Zust?ndige Beh?rde für Natura 2000-Gebiete und Naturschutzgebiete (NSG) ?ist die Obere Naturschutzbeh?rde der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Friedrich-Ebert-Stra?e 14 in 67433 Neustadt a.d.W.

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Kontakt

Info-Button

Vera Büttner-K?stel

Telefon: 0 62 41 / 8 53 - 35 03

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