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Artenschutz

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine zentrale Aufgabe des Natur- und Artenschutzes in Worms (Biodiversit?t). Neben der Sicherung vorhandener Tier- und Pflanzenarten in der freien Landschaft und im besiedelten Bereich werden auch Ma?nahmen zur Erhaltung und F?rderung von Tier- und Pflanzenarten umgesetzt.?

Jüngst hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) die aktualisierte Rote Liste ver?ffentlicht und damit Menschen in aller Welt alarmiert: Ein Drittel der 70.294 gelisteten Arten ist vom Aussterben bedroht, knapp 800 Arten sind bereits ausgestorben.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt in einem Ballungsraum stellt eine besondere Herausforderung dar. Die starke Zerschneidung der Landschaft durch zahlreiche Stra?en, kleinfl?chige Biotope, kleinparzellige Grundstücke und komplizierte Besitzverh?ltnisse, Freizeitnutzung und Erholungssuche erfordern ein hohes Ma? an konzeptioneller Arbeit und Organisation.

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Renaturierte Seegrabenaue?
Renaturierte Seegrabenaue
Knoblauchkr?te (Foto: M. Daumann)?
Knoblauchkr?te (Foto: M. Daumann)
Graues Langohr (Foto: H. K?nig)?
Graues Langohr (Foto: H. K?nig)

Rechtliche Regelung

Der Schutz von Tieren und Pflanzen ist rechtlich im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geregelt. Hervorzuheben ist neben dem allgemeinen Artenschutz nach § 39 BNatSchG insbesondere das T?tungs-, St?rungs- und Zerst?rungsverbot nach dem § 44 BNatSchG. Eine Vielzahl von Tieren sind nach dem Naturschutzrecht besonders oder streng geschützt. So unterliegen z.B. alle Vogelarten dem besonderen oder strengen Schutz. Die Verbote sind für alle besonders bzw. streng geschützte Arten nicht nur im Au?enbereich sondern auch in bebauten Bereich zu beachten.?

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Artenschutz bei Vorhaben

Durch die Neuregelung des Artenschutzes im Bundesnaturschutzgesetzes muss bei allen Vorhaben im Innen- und Au?enbereich der Artenschutz beachtet werden. So k?nnen auch bauliche Vorhaben an H?usern zu Problemen mit vorkommenden Arten wie z.B. V?geln oder Flederm?usen führen. Bei Vorhandensein von Brut- oder Lebensst?tten von geschützten Tieren k?nnen Bauma?nahmen nicht ohne natur- bzw. artenschutzrechtliche Genehmigung erfolgen. Ma?nahmen zum Schutz der Tiere müssen zumeist vorgenommen werden (z.B. bauzeitliche Verschiebungen). Das?Handlungskonzept "Artenschutz an/in ?ffentlichen Geb?uden der Stadt Worms"?gibt auch privaten Hausbesitzern Hinweise zum Umgang mit geschützten Arten (s. Konzepte und Ma?nahmen).

Artenschutzvertr?glicher Einsatz von Licht

Mensch und Tier sind an den Rhythmus von Tag und Nacht angepasst. Wir Menschen sind zumeist am Tag aktiv und ben?tigen die Nacht zur Ruhe und Regeneration. Für Tiere und Pflanzen ist dieser Rhythmus ebenso bedeutsam ... ja sogar lebenswichtig.?Etwa 30 Prozent aller Wirbeltiere (Flederm?use, V?gel, Nagetiere, Marderartige usw.) und mehr als 60 Prozent aller Wirbellosen (z.B. Insekten) sind allerdings nachtaktiv.

Auch der lebenswichtige Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen wird gest?rt und kann zu nicht unerheblichen gesundheitlichen Problemen führen, wie dies u.a. von Schichtarbeitern bekannt ist.

Was k?nnen wir zum Schutz von Mensch und Tier vor zu viel Licht tun? Mehr dazu...

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Konzepte und Ma?nahmen

Im Stadtgebiet Worms bestehen Schwerpunktgebiete bzw. sog. Hot-Spot-Gebiete Artenschutz die sich durch eine besondere Arten- und Biotopausstattung auszeichnen. Es ist eine hohe Dichte an geschützten Biotopen vorhanden und/oder es kommen zahlreiche Arten der Roten Listen bzw. sog. Verantwortungsarten vor. Au?erdem sind es Gebiete mit repr?sentativem Charakter für die verschiedenen Naturr?ume in Worms und deren typischen Arten und Biotopen.?Im Blickpunkt stehen auch bedrohte Arten im besiedelten Bereich der Stadt.

Die Schwerpunktgebiete sind:

  • Rheinaue südlich Worms (Stadtpark, Bürgerweide, Mittlerer Busch
  • Lachgrabenniederung
  • Seebach-Seegrabenniederung
  • Pfrimmaue
  • Eisbach- /Altbachaue
  • Riedelfl?chen zwischen Lachgraben und Pfrimm sowie Pfrimm und Eisbach
  • L?ssb?schungen und Hohlwegebereiche in den Gemarkungen Abenheim, Herrnsheim, Leiselheim, Pfeddersheim sowie Horchheim und Heppenheim
  • Rheinniederung zwischen Worms-Rheindürkheim und Hamm (vor allem die überschwemmungsgebiete Kieselwert und Ibersheimer Werth)
  • Geschützte Tierarten im besiedelten Bereich (Geb?ude, Frei- und Brachfl?chen -- für Geb?ude wurde das nachfolgende Handlungskonzept "Artenschutz an/in ?ffentlichen Geb?uden" der Stadt Worms erstellt?),

Seitens der Unteren Naturschutzbeh?rde wurden?Konzepte erarbeitet, die z.T. umgesetzt wurden, sich in der Umsetzung oder noch im Planungsstadium befinden.?

Die vorliegenden Konzepte sind:

Mit der Umsetzung der st?dtischen Konzepte soll die Vielfalt der Arten und Biotope - insbesondere in ausgew?hlten Bereichen - durch gezielte Ma?nahmen erhalten und gef?rdert und ihre Entwicklung begleitet werden. Das Ziel dieser Ma?nahmen ist die Umsetzung der st?dtischen Deklaration zum Erhalt der biologischen Vielfalt ?und somit des internationalen übereinkommens über die biologische Vielfalt (Rio 1992) auf kommunaler Ebene.?

Weiterhin lassen sich Artenschutzma?nahmen definieren, die unabh?ngig von bestimmten Bereichen durchgeführt werden:

  • F?rderung der extensiven Beweidung mit Robust-Rindern, Schafe und Ziegen,?
  • Pflege von ?kokonto- und Ausgleichsfl?chen?
  • Neophytenbek?mpfung, (z.B. Beifu?-Ambrosie, Herkulesstaude, Kugeldistel)?
  • Heckenpflanzungen,?
  • Obstbaumpflanzungen,
  • Pflege von Wildtulpenbest?nden in Worms-Heppenheim
  • Pflege von Hohlwegen und L??w?nden,?
  • Umsetzung des Gew?sserrandstreifenprogramms (Seebach-Seegraben, Lachgraben, Pfrimm, Eisbach-Altbach). Ankauf von Grundstücken, Fl?chenumlegung (Flurbereinigung) und Fl?chenentwicklung bis zur Ma?nahmenumsetzung?
Galloway-K?lber auf dem Ibersheimer Werth ?
Galloway-K?lber auf dem Ibersheimer Werth
Kammmolch im NSG "Wormser Ried"  ?
Kammmolch im NSG "Wormser Ried"
Kiebitz in der Seegrabenaue (Foto: E. Hen?)?
Kiebitz in der Seegrabenaue (Foto: E. Hen?)
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Kontakt

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Wolfgang Reich

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