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Feinstaub

Durch vielf?ltige Ma?nahmen werden zahlreiche Erfolge in der Luftreinhaltung erzielt. In St?dten und Ballungsgebieten sind aber nach wie vor Luftverunreinigungen durch Feinstaub und Stickoxide zu verzeichnen.?

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ZIMEN-Station Worms?
ZIMEN-Station Worms
Quellen von Feinstaub?
Quellen von Feinstaub

Was versteht man unter Feinstaub?

Als Feinstaub werden feinste Staubpartikel jeglicher Art und Zusammensetzung bezeichnet, deren Durchmesser kleiner als ein Hundertstel Millimeter ist. Er wird als PM10 bezeichnet (Particulate Matter < 10 μm). Feinstaub ist zehnmal kleiner als Hausstaub und 50-mal kleiner als ein menschliches Haar.

Sind die Staubteilchen kleiner als ein Tausendstel Millimeter (1 μm) werden sie in Nase und Rachen nicht zurückgehalten und k?nnen ungehindert bis in die Lunge gelangen. Dort k?nnen sie Entzündungen, Wucherungen, Asthma, Bronchitis oder Krebs ausl?sen. In bestimmten Konzentrationen führen sie auch zum Herzinfarkt.?

Feinstaub kommt in Abgasen aus Industrie, Kraftwerken und Heizungsanlagen, beim Schüttgutumschlag, sowie dem Stra?enverkehr (Dieselru? sowie aufgewirbelter Stra?enstaub, wie Reifen- oder Bremsabrieb) und zahlreichen anderen Prozessen vor.?Daneben existieren auch natürliche Emissionen, wie Vulkanasche, Bodenerosion oder Pollenflug.

Eine inner?rtliche Feinstaubbelastung hat nach Angaben des Umweltbundesamtes im Wesentlichen folgende Ursachen: ca. 50 % aus der Emission von Kraftfahrzeugen (LKW, Kleinlaster, Busse, PKW, Baumaschinen), ca. 25 % aus dem, was der Verkehr aufwirbelt (Abrieb von Bremsen, Reifen, Kupplungsbel?gen und Stra?enbelag) und zu 25 % durch ferntransportierte Partikel.?

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Grenzwerte, Messungen und Episoden

Die seit 1999 aufgrund einer Luftqualit?tsrahmenrichtlinie des Europ?ischen Rats existierenden Grenzwerte für Feinstaub wurden in den vergangenen Jahren stufenweise versch?rft. Seit 2005 darf der Jahresgrenzwert von 40 μg/m3 Feinstaub (PM10) in der Luft nicht überschritten werden. Zus?tzlich existiert ein Tagesgrenzwert von 50 μg/m3, der maximal an 35 Tagen pro Jahr überschritten werden darf.?

Es f?llt auf, dass hohe Feinstaub-Gehalte schwerpunktm??ig und geh?uft in den Wintermonaten (November bis M?rz) eines Jahres auftreten, w?hrend im Rest eines Jahres nur vereinzelte und kürzer andauernde Grenzwertüberschreitungen?zu verzeichnen sind. Die überschreitungen in den Wintermonaten sind jeweils in Episoden, also über mehrere Tage andauernd, zu beobachten. Dies ist begründet mit den im Winter vorherrschenden kalten Inversionswetterlagen, die einen umfassenden Luftaustausch und -abtransport verhindern. Auf diese Weise sammeln sich Feinst?ube über mehrere Tage bodennah an. ?ndert sich die Wetterlage, tritt der Luftaustausch in Kraft und die Werte sinken wieder.

Messungen

Die Einhaltung der Grenzwerte werden durch Messeinrichtungen der L?nder kontrolliert. In Rheinland-Pfalz wird dies seit 1978 durch das Landesamt für Umwelt (LfU) unter dem Kürzel ZIMEN (Zentrales Immissionsmessnetz) vorgenommen. Eine der landesweit 32 Mess-Stationen steht in Worms in der Hagenstra?e. Dort werden bis zu 13 Luftschadstoffe kontinuierlich gemessen und zur Auswertung an das LfU übertragen. Die gemessenen Werte sind ?ffentlich zug?nglich und k?nnen?hier?abgerufen werden. Aktuelle Grenzwertüberschreitungen verschiedener Luftschadstoffe sind?hier?nachzulesen.

Bundesweit werden die Aufzeichnungen der L?ndermessnetze zusammen mit denen des Messnetzes des Umweltbundesamtes tagesaktuell?hier?ver?ffentlicht. Ein Beispiel für die Verteilung der Feinstaubwerte in einem Zeitraum von 12 aufeinanderfolgenden Tagen (Episode) im Januar 2010 sehen Sie nebenstehend. Daran ist zu erkennen, dass die Gro?wetterlage eine bedeutende Rolle bei der Verteilung der Feinstaubwerte spielt.

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Feinstaubwerte in Worms

Bis heute ergaben sich in Worms keine überschreitungen des Jahressummenwertes?von 40 μg/m3.?

Die zul?ssige Anzahl (35) der überschreitungen des Tagesgrenzwertes?von 50 μg/m3 wurde bislang einmal, im Jahr 2006, übertroffen (siehe Grafik).?

Die Herkunft der Feinstaubbelastungen in Worms ist nach Auswertungen des LfU zu 50 % der Hintergrund-, zu 27 % der regionalen und zu 23 % der lokalen Komponente zuzuordnen.

Die Jahresverl?ufe der Feinstaubwerte für 2007 - heute (monatlich aktualisiert):

??2007?2008?2009?2010
?2011?2012?2013?2014
?2015
?201620172018?2019?2020

Tagesaktuelle Messwerte in Worms werden durch das LfU unter?www.luft-rlp.de?ver?ffentlicht.?


Ausgepr?gte H?ufung hoher Werte im Winter

Im?Jahresverlauf?konzentrieren sich die überschreitungen in Worms auf das erste und letzte Quartal, wobei die Monate Januar bis M?rz deutlich überwiegen.

Die h?chsten überschreitungswerte der vergangenen Jahre sind h?ufig auf das?Silvesterfeuerwerk zurückzuführen (Neujahrstage 2009, 2012, 2013, 2015, 2016, 2017 und 2018). In den Jahren 2010 und 2011 lag jeweils eine Inversions-Gro?wetterlage vor und im Jahr 2014 war eingewehter Sahara-Staub die Ursache für einen hohen Feinstaubwert.

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Aktionsplan Feinstaub

Das LfU erstellt auf der Grundlage der gemessenen Feinstaubwerte zusammen mit den Kommunen einen so genannten Aktionsplan, wenn die Grenzwerte überschritten sind bzw. zu erwarten ist, dass die Grenzwerte nicht eingehalten werden. Die betroffene Kommune kann aufgrund des Aktionsplans Ma?nahmen ergreifen, um die Feinstaubmengen zu reduzieren. Das k?nnen Einschr?nkungen oder Umleitungen für den Verkehr (bis hin zu Streckensperrungen) sein, oder eine verst?rkte Reinigung betroffener Stra?enzüge.?

Die Stadt Worms hat im Jahr 2006 zusammen mit dem LfU einen Aktionsplan "Feinstaub" erarbeitet. Hierzu hat die Stadt Worms Ma?nahmenvorschl?ge unterbreitet, die durch das LfU hinsichtlich ihrer Eignung und Wirksamkeit geprüft wurden. Nach Zustimmung durch die politischen Gremien der Stadt Worms und der Beteiligung der ?ffentlichkeit liegt der Aktionsplan?hier zur Einsichtnahme vor.

Sobald eine überschreitung der Grenzwerte über die zul?ssige Anzahl von 35 hinaus droht bzw. eingetreten ist, werden geeignete Ma?nahmen des Aktionsplans ausgew?hlt und gezielt umgesetzt.

Fortschreibung

Im Jahr 2011 wurden für Worms 31 überschreitungstage für das Tagesmittel von PM10-Feinstaub von 50 μg/m3 registriert. Dies war der Ausl?ser für eine Fortschreibung des Aktionsplans. Erstellt wurde ein ?Plan für kurzfristige Ma?nahmen Worms 2012“ ohne Festlegung eines Plangebiets.

In Abstimmung mit dem LfU und unter Beteiligung der Verwaltung wurden hierbei auch die Ma?nahmen des Aktionsplans 2006 bewertet. Einige dieser Ma?nahmen wurden nicht mehr aufgenommen, da sie entweder abschlie?end bearbeitet wurden oder keine Verbesserung der Situation zu erwarten ist. Gleichzeitig wurden acht neue Ma?nahmen in die Fortschreibung aufgenommen. Der?Plan für kurzfristige Ma?nahmen Worms kann hier eingesehen werden.

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Infoflyer

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Kontakt

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Markus Wolf

Telefon: 0 62 41 / 8 53 - 35 10

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