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Für jedes H?ufchen ein F?hnchen!

Im April startete die Stadt Worms eine Markierungsaktion zum Thema ?Hundekot“ in der Innenstadt, die unter dem Motto "Appelle statt Strafen" stand. Die Aktion l?ste landesweite Resonanz in den Medien und positives Feedback bei den Bürgerinnen und Bürgern aus.

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Ein regelrechtes Fahnenmeer

Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, ermahnenden Worten oder Bestrafung, sondern mit Aufkl?rungsarbeit und Appellen griff die Stadt Worms erneut das Hundekot-Problem in der Innenstadt auf und warb bei den Hundehaltern für Verst?ndnis und mehr Umweltbewusstsein. Und dies nicht grundlos: Pro?Jahr zig Tonnen liegengelassener Hundekot und allein 3.000 durch Hundekot verschmutze Schuhe und Hosen der st?dtischen G?rtner machen das Ausma? der Problematik deutlich. Im M?rz auf dem Gustav-Nonnenmacher-Platz in Worms-Hochheim vorgestellt, startete die Hundekot-Kampagne offiziell zu ?Worms blüht auf“?im April 2016 und symbolisierte damit auch sinngem?? die Absicht, dass die Stadt im umweltbewussten Miteinander noch sauberer und sch?ner werden kann.

Alle H?nde voll zu tun hatten die G?rtnerkolonnen, um jedes vorgefundenes Hundeh?ufchen mit den auff?lligen F?hnchen, auf denen markante und einpr?gsame Slogans abgedruckt waren, zu markieren. Damit wurde optisch schon von Weitem erkennbar, ?wo der Hase im Pfeffer liegt“ oder das H?ufchen versteckt im Gras lauert. In nur drei Tagen waren die ersten 8.000 selbst hergestellten F?hnchen vergriffen und sorgten in der Innenstadt für ein regelrechtes ?Fahnenmeer“, das nicht nur die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zog, sondern auch für ein landesweites Medienecho sorgte. Neben der SWR-Landesschau berichteten verschiedene Rundfunksender und Zeitungen über Wochen hinweg über die Wormser Ma?nahme, die auch innerhalb der Bev?lkerung mehrheitlich positiv aufgenommen wurde.?

Stadt greift erneut das Hundekot-Problem auf

Wussten Sie schon?

Ganz leicht k?nnen sich Hunde mit den gef?hrlichen Würmern infizieren: Beispielsweise durch das Schnüffeln an anderen Hun-dehaufen. Denn im Darm be-reits infizierter Hunde scheiden die Würmer gro?e Mengen Eier aus. über Kot k?nnen die Wür-mer also schnell übertragen werden.
Aber auch Menschen tragen so-gar an den Schuhsohlen die winzigen, nicht sichtbaren Eier mit in die Wohnung und ver-breiten somit die infekti?sen Eier.

Potentielles Gesundheitsrisiko

?In der Stadt Worms sind mehrere Tausend Hunde angemeldet. Viele verantwortungsbewusste Hundebesitzer verhalten sich rücksichtsvoll, indem sie die Hinterlassenschaften ihres Tieres beseitigen. Aber es gibt leider auch noch viele Hundehalter, die sich trotz der Verpflichtung zur Beseitigung des Hundekots nicht daran halten“, verdeutlicht Grünfl?chenabteilungsleiter Dieter Rauh und weist auf ein damit einhergehendes Hygieneproblem hin. Hundekot stellt für den Menschen ein potentielles Infektionsrisiko durch Parasiten dar. Hierbei sind besonders spielende Kinder und abwehrgeschw?chte Erwachsene vermehrt gef?hrdet. Oftmals k?nnen die Parasiten nicht im Kot gesehen werden, sondern es werden lediglich deren Eier ausgeschieden. Bakterien und Würmer-Arten k?nnen bei K?rperkontakt verschiedene Organe des Menschen befallen und so zur Gesundheitsgefahr werden.?

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Stichwort: Tüte nehmen!

Zum Hygieneproblem kommt vor allem der Verschmutzungsfaktor. Immer wieder klagen Bürginnen und Bürger über Hundekot auf Stra?en, Gehwegen, Kinderspielpl?tzen, in Grünanlagen, an Ortsr?ndern und auf Liegewiesen. Mit viel Aufwand müssen die Hinterlassenschaften von st?dtischem Personal entsorgt werden. Wahrlich keine ?angenehme Aufgabe, vor allem in den warmen Sommermonaten. ?Und das stinkt unseren Stadtg?rtnern im wahrsten Sinne des Wortes, die Tag ein und Tag aus dafür sorgen, dass unsere Grünanlagen in Schuss gehalten werden und Worms zum Frühjahr hin in bunter Farbenpracht aufblüht“, lenkt Erich Kulling von der Grünfl?chenabteilung den Blick auf seine Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die unweigerlich st?ndig in Hundehaufen treten oder nach dem Rasenm?hereinsatz mit zerkleinertem Hundekot verschmutzt sind. ?

Und dabei lie?en sich all die Probleme weitgehend l?sen durch ein umweltbewussteres Handeln von so manchem Hundehalter. Das Stichwort hei?t: Tüte nehmen!? ?Wir haben in der Innenstadt an zahlreichen Standorten Tütenspenderautomaten aufgestellt, die regelm??ig neu befüllt werden“, verweist Dieter Rauh auf ein kostenloses Angebot der Stadt für die Hundehalter. Mittels dieser Plastiktüten, oder einer selbst vor dem Gassigehen in die Tasche gesteckten, l?sst sich die Hinterlassenschaft des Vierbeiners? leicht aufnehmen – ohne sich dabei die H?nde schmutzig zu machen – und über die vielen in der Stadt bereitstehenden Abfallbeh?lter problemlos entsorgen. ?

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