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Worms zu Zeiten der Revolution

Kommen Sie mit, auf einen kleinen Rundweg durch die lokale Demokratiegeschichte. Anhand von neun Stationen erfahren Sie, was die Wormser zwischen der Franz?sischen Revolution und der Revolution von 1848/49 bewegte.

Erz?hlt Wormser Demokratiegeschichte(n): der Rundweg Demokratie?
Erz?hlt Wormser Demokratiegeschichte(n): der Rundweg Demokratie

"Rundweg Demokratie"

Demokratie hat Geschichte. Hier in Worms beginnt diese Geschichte nicht wie anderswo in Deutschland im 19. Jahrhundert, sondern früher. Debattiert und gestritten wurde in Worms schon immer gern und viel. Bereits in der alten Reichsstadt wurden viele Interessensgegens?tze und Meinungsverschiedenheiten wortreich zwischen Bürgerschaft, Zünften und Rat sowie zwischen Bischof und Stadt ausgetragen. Am Ende der reichsst?dtischen Zeit war sogar von einer republikanischen Verfassung die Rede, unter der man in Worms lebe. Eine Demokratie war das allerdings nicht. Dazu fehlte nicht nur die M?glichkeit zur Wahl der politischen Repr?sentanten, sondern vor allem: die Gleichheit. Die Idee der Gleichheit kam erst mit der Franz?sischen Revolution in die Stadt.

Und damit beginnt der "Rundweg Demokratie":

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Die Jacobiner Schwindelk?pfe zu Worms müssen ihren Freiheitsbaum selbst ausgraben, Revolutionsalmanach von 1794 (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)?
Die Jacobiner Schwindelk?pfe zu Worms müssen ihren Freiheitsbaum selbst ausgraben, Revolutionsalmanach von 1794 (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)

Station 1: Schlossplatz

Worms und die Franz?sische Revolution

Der Ausbruch der Franz?sischen Revolution im nur 500 Kilometer entfernten Paris wurde auch in Worms über Zeitungen und Flugbl?tter schnell bekannt. Mit der Aufnahme des Prinzen Condé und anderer emigrierter franz?sischer Adliger 1791 im Bischofspalais in Worms wurde die alte Reichsstadt direkt in die revolution?ren Ereignisse hineingezogen. Die Angst vor Reaktionen aus Frankreich, aber auch das oft arrogante Auftreten der franz?sischen Aristokraten führte zu Unmut in der Bev?lkerung. Dieser ?u?erte sich im Mai 1791 in einer Sympathiebekundung für einen revolutionsfreundlichen Adligen vor dem Bischofsschloss.

Im Oktober 1792 wurde Worms von der franz?sischen Armee besetzt und für sieben Monate Teil der "Mainzer Republik". Mit der Gründung eines Wormser Jakobinerklubs am 12. November 1792 im Bischofsschloss unterstützten Wormser Bürger das von der franz?sischen Besatzung vorgegebene Ziel der Revolutionierung der besetzten linksrheinischen Gebiete. Allerdings blieb die Unterstützung des Klubs in Worms gering. Auch die Wahlen zu einem neuen Stadtvorstand und zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent in Mainz wurden nur unter Druck und mit geringer Beteiligung vollzogen.

Nach dem Abzug der Franzosen und dem Einzug der Preu?en Ende M?rz 1793 mussten die Wormser Revolutionsanh?nger das Bischofsschloss reinigen und waren Misshandlungen ausgesetzt. Als Symbol der Gegenrevolution wurde das Schloss 1794 von franz?sischen Soldaten zerst?rt. Im Januar 1798 wurde Worms für 15 Jahre Teil Frankreichs. Die Folgen dieser Zeit verschafften der Stadt und der Region aber auch viele Vorteile, wie die Einführung der Rechtsgleichheit, der Gewerbefreiheit und der Gewaltentrennung.

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Zug auf das Hambacher Schloss am 27. Mai 1832 (Bild: Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens, 4. Band, Berlin 1905)?
Zug auf das Hambacher Schloss am 27. Mai 1832 (Bild: Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens, 4. Band, Berlin 1905)

Station 2: Kreisamt, heute Andreasstra?e

Worms in der hessischen Zeit

Wenn auch der Fortbestand der franz?sischen Rechtsinstitutionen der Bev?lkerung der neuen linksrheinischen Provinz Rheinhessen 1816 bei der Eingliederung in das Gro?herzogtum Hessen-Darmstadt zugesichert wurde, blieb man der neuen Regierung in Darmstadt gegenüber wachsam. Versuche, die Zivilprozessordnung zu ?ndern, stie?en in den 1820er-Jahren auf heftigen Widerstand.

Mit der Einrichtung der vier rheinhessischen Kreise und der Kreisr?te 1835 wurde die Kontrolle der Gemeinden und der Bev?lkerung intensiviert. Das Wormser Kreisamt wurde im "Bettendorfhof" an der Andreasstra?e eingerichtet.

Am Hambacher Fest 1832 nahmen etliche Wormser teil. Auch dass die deutsch-katholische Bewegung in Worms eine ihrer Hochburgen hatte, spricht für eine aufgeschlossene und kritische Bev?lkerung. Teuerungskrisen verschlechterten die soziale Lage breiter Bev?lkerungsschichten, was 1832 oder 1845/46 zu regelrechten Brotrevolten führen konnte. Es wuchs die überzeugung, dass nur grundlegende Ver?nderungen zur Verbesserung der Verh?ltnisse führen konnten.

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Wormser Turngemeinde (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)?
Wormser Turngemeinde (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)

Station 3: Wambolder Hof, K?mmererstra?e 42

Vereine und Gesellschaften

Mit den ersten freiwilligen Zusammenschlüssen schuf sich das aufstrebende Bürgertum seit dem sp?ten 18. Jahrhundert M?glichkeiten zum geselligen Zusammensein, zum Austausch von Informationen jeglicher Art, aber auch zum politischen R?sonieren. So wies bereits die st?nde- und konfessionsübergreifende Zusammensetzung der ersten Lesegesellschaft, die in Worms 1783 gegründet wurde, über die Begrenzungen der alten Reichsstadt hinaus. Hier trafen sich Gruppen, die im sozialen und stadtpolitischen Alltag bislang wenig Berührungspunkte hatten und auf verschiedenen Ebenen in teilweise uralte und erhebliche Konflikte miteinander verstrickt waren.

Aus der Lesegesellschaft entstand sp?ter die Vereinigte Kasino- und Musikgesellschaft, die zwischen 1837 und 1847 im Wambolder Hof ihr Domizil hatte. Etliche politische Akteure sowohl der franz?sischen Zeit als auch der Revolution von 1848 waren Mitglieder der Lese- / Kasinogesellschaft.

War die Kasinogesellschaft ein bürgerlicher Verein, so fanden breite Bev?lkerungsschichten ab 1846 Gelegenheit zur Geselligkeit im neu gegründeten Turnverein. Von Anfang an auch politisch orientiert, z?hlten die Turner in der Revolutionszeit zu den st?rksten Unterstützern der demokratischen Bewegung.

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Heinrich von Gagern (Bild: M?nner der Gegenwart: Heinrich von Gagern, Leipzig 1850)?
Heinrich von Gagern (Bild: M?nner der Gegenwart: Heinrich von Gagern, Leipzig 1850)

Station 4: Paradeplatz, heute Ludwigsplatz

M?rz 1848

Die Reaktion auf die Nachricht von der Revolution in Frankreich im Frühjahr 1848 lie? nicht lange auf sich warten. Proteste und Petitionen, die insbesondere aus Rheinhessen kamen und wie andernorts auch in Worms von einem neu gebildeten Bürgerkomitee verfasst wurden, führten bereits in der ersten M?rzwoche zur Entlassung du Thils und zur Ernennung des Liberalen Heinrich von Gagern aus Monsheim, der bisher Oppositionsführer in der 2. Landtagskammer gewesen war, zum leitenden Minister.

Mit dem Edikt vom 6. M?rz wurden Presse- und Religionsfreiheit, Versammlungs- und Petitionsrecht eingeführt, das Polizeistrafrecht abgeschafft und die rheinhessischen Institutionen bis zur Einführung einer deutschen Gesetzgebung garantiert. Damit waren die wesentlichen Forderungen der Liberalen erfüllt. Eine feierliche Umsetzung einer der Reformen des Ediktes wurde am 8. M?rz in Worms auf dem Paradeplatz vollzogen: die Vereidigung des hessischen Regiments auf die Verfassung. Zugleich wurde eine Bürgerwehr gebildet, die die erreichten Zugest?ndnisse gegen Feinde "von au?en und innen" verteidigen sollte.

Sitzungen des Gemeinderates, des Bürgerkomitees und des Wehrrates wurden ?ffentlich abgehalten und waren gut besucht. Durch den feierlichen Empfang, den sie dem Erbgro?herzog und dem Minister von Gagern am 23. M?rz bei ihrem Besuch in ihrer Stadt bereiteten, drückten viele Wormser ihre Zufriedenheit mit den politischen Neuerungen aus.

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Station 5: Wormser Zeitung, Martinsgasse

Liberale und Demokraten

Die Einigkeit über das Erreichte und die weitere politische Entwicklung blieb nicht lange bestehen. Wie überall in Deutschland und in Hessen trennte sich auch in Worms die Bewegung in Liberale und Demokraten. Die Liberalen sahen ihre Ziele in der St?rkung der Parlamente, der Weiterentwicklung der Verfassungen, der Einrichtung einer Nationalversammlung im Deutschen Bund sowie in der Garantierung individueller, wirtschaftlicher und politischer Freiheitsrechte. Die Demokraten setzten darüber hinaus auf einen st?rkeren sozialen Ausgleich und ein kompromissloseres Auftreten gegenüber den monarchischen Regierungen. Sie strebten letztlich die Republik an.

Bereits am 2. April war es durch die Einberufung einer Volksversammlung und der Diskussion der Frage, ob der Gemeinderat noch den Volkswillen vertrete, zu einer Spaltung im Bürgerkomitee gekommen. Die Debatte über den Wahlmodus zur Nationalversammlung verst?rkte die Trennlinien. Die Entscheidung in Darmstadt für eine indirekte Wahl l?ste in Rheinhessen erhebliche Proteste aus.

Die Parteienbildung spiegelt sich auch im Pressewesen. W?hrend die "Wormser Zeitung" unter ihrem Herausgeber und Redakteur Kranzbühler liberal-konstitutionell gesinnt war, stellte sich die Mitte M?rz von dem Arzt Ferdinand von Loehr gegründete "Neue Zeit" sp?testens nach der Entscheidung für die indirekte Wahl gegen Gagern und entwickelte sich zum Organ der Demokraten.

Mit der Gründung eines "Demokratischen Vereins" und eines liberalen "Bürgervereins" im Juni verfestigten sich die Parteistrukturen.

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Station 6: Dreifaltigkeitskirche

Die Nationalversammlung

Von Anfang an geh?rte die Einberufung eines nationalen Parlaments und letztlich die Schaffung eines konstitutionell verfassten und aus Bundesstaaten bestehenden Nationalstaates zu den vorrangigen Revolutionszielen. Im Mai wurde die Nationalversammlung, die in der Frankfurter Paulskirche tagen sollte, gew?hlt. Die Urwahl, bei der die Wahlm?nner gew?hlt wurden, fand von 1. bis 3. Mai statt, die Abgeordnetenwahl am 17. Mai. Wahllokal war die Dreifaltigkeitskirche.

Im Wahlbezirk Worms war Heinrich von Gagern Kandidat der Liberalen. Kandidat der Demokraten war Dr. Martin Mohr aus Ingelheim. Nachdem Gagern bereits einige Tage zuvor in Zwingenberg gew?hlt worden war und die Wahl dort angenommen hatte, schlug er als Ersatzkandidaten Eduard Lehne vor. Mohr gewann mit 145 zu 123 Stimmen. In der Paulskirche z?hlte Mohr zur linken "Donnersberg-Gruppe". Nachdem die Demokratischen Vereine im Streit um die Rolle eines "Reichsverwesers", der dem Parlament nicht verantwortlich sein sollte, der Nationalversammlung die weitere Anerkennung verweigerten, forderten die Wormser Konstitutionellen im Juni 1848 vergeblich den Rücktritt Mohrs, der das Manifest allerdings gar nicht unterschrieben hatte.

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Erstürmung der Barrikade an der Konstablerwache in Frankfurt am Main am 18. September 1848 durch preu?isches Milit?r (Bild: Wikimedia Commons)?
Erstürmung der Barrikade an der Konstablerwache in Frankfurt am Main am 18. September 1848 durch preu?isches Milit?r (Bild: Wikimedia Commons)

Station 7: Marktplatz

Septemberunruhen

Der Abschluss des Waffenstillstands von Malm?, der eine Kompromissl?sung in der Schleswig-Holstein-Frage zwischen dem Deutschen Bund und D?nemark vorsah, führte der revolution?ren Bewegung Ende August ihre Machtlosigkeit vor Augen. Die ungeteilte Zugeh?rigkeit Schleswigs zu Deutschland wurde zu einem grundlegenden nationalen Interesse hochstilisiert. Nachdem die Nationalversammlung diesen Vertrag nach langen Diskussionen im September anerkannt hatte, kam es nach einer Volksversammlung in Frankfurt am 18. September zum Aufstand, in dessen Verlauf zwei Abgeordnete der rechten Fraktionen ermordet wurden. Die Unruhen griffen auch auf Rheinhessen über, auch wenn sie hier nicht die gleiche Vehemenz erreichten.

In Worms wurde mit roten Fahnen und Kokarden auf der Stra?e demonstriert und die Republik ?ffentlich gefordert. In der Folge wurde preu?isches Milit?r in Worms einquartiert, das die Ordnung wahren sollte. In den Unruhen machte sich auch die Frustration über die schleppende Entwicklung breit. W?hrend das Reformprogramm vom M?rz einem Gro?teil der Bev?lkerung nicht mehr ausreichte, hatten die Reformministerien Probleme, selbst diese Zugest?ndnisse gegenüber den Fürsten durchzusetzen.

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  Ferdinand Eberstadt (Mitte) und seine Familie (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)?
Ferdinand Eberstadt (Mitte) und seine Familie (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)

Station 8: Textilhandlung und Wohnhaus Eberstadt, K?mmererstra?e 2

Bürgermeisterwahlen

In den Parlamenten und in der politischen ?ffentlichkeit stritten Liberale und Demokraten hingegen weiter über die Reichweite der Ver?nderungen. In Worms sorgten die anstehenden Bürgermeisterwahlen im Dezember für weitere Polarisierung. Aus der Wahl im Januar 1849 gingen die Kandidaten der Demokraten eindeutig als Sieger hervor. Ludwig Blenker, Philipp Bandel und Ferdinand Eberstadt erzielten die meisten Stimmen.

Im Februar wurde der Kaufmann Eberstadt, der zwar weniger Stimmen hatte, aber als geeigneter angesehen wurde, von der Regierung zum Bürgermeister ernannt. Damit hatte Worms einen demokratisch gesinnten Bürgermeister, zudem den wahrscheinlich ersten Bürgermeister jüdischen Glaubens in Deutschland. Seine Amtszeit ist zwar von deutlicher Positionierung auf der Seite der demokratischen Bewegung, aber oft genug auch von parteiübergreifender Neutralit?t gekennzeichnet. Von liberaler Seite aus eher misstrauisch beargw?hnt, von Regierungsseite nach dem Ende der Revolution zeitweise suspendiert, konnte er sich dennoch bis 1852 in seinem Amt halten.

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Ludwig Blenker (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)?
Ludwig Blenker (Bild: Institut für Stadtgeschichte Worms)

Station 9: Stadthaus, heute Rathaus, Innenhof, Reichsst?dtisches Archiv

Freisch?rler

Nachdem der preu?ische K?nig Friedrich Wilhelm IV. im April 1849 die Kaiserwürde und damit letztlich auch die Reichsverfassung abgelehnt hatte, setzte eine Massenbewegung zugunsten der Reichsverfassung ein. Etliche kleinere Staaten, darunter Hessen-Darmstadt, hatten – anders als Preu?en – die Reichsverfassung anerkannt. In der Pfalz bildete sich ein "Landesverteidigungsausschuss", der solange bestehen bleiben wollte, bis die bayrische Regierung die Verfassung anerkennen würde.

In einer Bürgerversammlung vor dem Stadthaus am 5. Mai bekannten sich die Wormser einschlie?lich des Stadtvorstandes und des Gemeinderates zur Reichsverfassung. Als der pf?lzische Landesverteidigungsausschuss um Hilfe gegen die bayrischen Truppen bat, zog die Wormser Bürgerwehr am 9. Mai unter der Leitung von Ludwig Blenker mit Gewehren und Sensen bewaffnet nach Ludwigshafen, wo sie den Brückenkopf im Sturm einnahmen.

Blenker entwickelte sich zu einem wichtigen Kommandeur im pf?lzischen Aufstand. Auch Ferdinand von Loehr, der Herausgeber der "Neuen Zeit", übernahm milit?rische Führungsfunktionen im badisch-pf?lzischen Aufstand. Der Einmarsch preu?ischer Truppen in Worms, schlie?lich auch in Baden und der Pfalz beendete diese letzte Phase der Revolution. Mit der Flucht in die Schweiz und schlie?lich nach Amerika entzogen sich Loehr und Blenker der Strafverfolgung wegen Hochverrats. Aber auch alle 31 Wormser Angeklagten im Mainzer Hochverratsprozess wurden schlie?lich freigesprochen, weil ihr Engagement letztlich der Durchsetzung der von der hessischen Regierung anerkannten Reichsverfassung gegolten hatte.

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Stadtplan von Worms, 1860?
Stadtplan von Worms, 1860

Fazit

Die Revolution scheiterte an der Uneinigkeit der Bewegung, den unterschiedlichen Zielen und an der Reformunwilligkeit der monarchischen Regierungen. Mit ihrem Ende wurden auch die neuen M?glichkeiten politischer Kommunikation wieder eingeschr?nkt, Vereine und Parteien verboten, Versammlungen untersagt. Die nationale Einigung, eines der Hauptziele der Revolution, kam 1871. Die Demokratie, die gerade in Worms und Rheinhessen von vielen gefordert wurde, lie? noch weitere 47 Jahre auf sich warten.

Wenn auch in Worms und andernorts die Wurzeln der Demokratie weiter zurückreichen als bis 1848/49, so waren es doch die M?nner und Frauen dieser Jahre, auf die sich die demokratischen Neuanf?nge nach 1918 und nach 1945 immer wieder beziehen konnten.

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Quelle, Broschüre, Infos

Quelle: Broschüre "Rundweg Demokratie";
Text (hier in Auszügen): Dr. Gunter Mahlerwein

Wer die einzelnen Stationen gerne besuchen m?chte: Die Broschüre zum "Rundweg Demokratie" ist bei der Tourist Info Worms erh?ltlich.

Entstanden ist der Rundweg im Rahmen der Themenkampagne "Geist der Freiheit". Weitere Informationen zum Thema erteilen das Stadtarchiv Worms und Kulturkoordinator Volker Gallé.

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