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Fotoarchiv

Das Stadtarchiv Worms verfügt über eine reichhaltige und vielf?ltige fotografische überlieferung mit mehr als 500.000 analogen Negativen. Die insgesamt 20 fotoarchivischen Best?nde gehen über die in den meisten Archiven vorherrschenden Fotosammlungen weit hinaus, da es sich um umfangreiche, in ihrem Entstehungszusammenhang belassene Fotografennachl?sse aus dem Zeitraum von 1880 bis 2014 handelt. Umfangreiche Negativbest?nde entstanden zudem durch die jahrzehntelange fotografische T?tigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fotoabteilung seit den 1940er Jahren. Erg?nzt werden diese beiden Hauptstr?nge durch diverse Kleinbest?nde auch aus dem Fotoamateurbereich. Zus?tzliche Bildquellen finden sich in einer Sammlung von Fotoalben, der Postkartensammlung und als Fotografien in Schriftgutbest?nden. Für ein kommunales Archiv dieser Gr??e sind die fotografischen Best?nde in Worms au?ergew?hnlich vielf?ltig und qualit?tvoll.

Die Fotoabteilung hat Anfang 2020 ein 14-seitiges Faltblatt erarbeitet, um der interessierten ?ffentlichkeit einen detaillierten Einblick in die Vielfalt, Aufgaben und Nutzungsm?glichkeiten der Fotobest?nde zu geben.

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über welche Fotos verfügen wir?

E0272_Dom St. Peter
E0272_Dom St. Peter

Die Fotoabteilung gliedert sich derzeit in 20 Abteilungen (Link zur Best?ndeübersicht findbuch.net). Sie betreut ca. 440.000 analoge Fotografien darunter gut 18.000 Glasplattennegative sowie Planfilme, Kleinbildfilme, Diapositive und Originalabzüge. Gro?e Teile des Materials aus der Zeit nach 1945 sind bisher erst rudiment?r erschlossen.

Auch in vielen Schriftgutbest?nden, vor allem in Nachl?ssen, finden sich Fotos. Diese werden je nach Menge im Bestand belassen oder als Unterbestand mit F gekennzeichnet (übersicht).

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Neben klassischen Postkartenmotiven beinhalten die Best?nde professionelle Architektur-, Industrie-, Werbe- und Portraitfotografien. Pressefotografien sind seit den 1930er Jahren vertreten. Aus dem Amateurbereich sind die Reise- und Landschaftsfotografien hervorzuheben. Hinzu kommen Motive aus dem Bereich der Alltagsfotografie, die z.B. auch das b?uerlich gepr?gte Umfeld von Worms zeigen.

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Wussten Sie schon ..? Ein Blick ins Schaufenster der Fotoabteilung

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K?mmererstra?e 32 -

Das Schuhhaus Kiefer im Wandel


Der jüdische Unternehmer Hermann Kiefer gründete mit 26 Jahren das Schuhgesch?ft Hermann Kiefer in der K?mmererstra?e 34,?
das sehr beliebt und bekannt war,
da jeder Gesch?ftsführer auf gute
Qualit?t und gute Kundenbetreuung achtete.?

1891 fand ein Stra?endurchbruch statt und Hermann Kiefer konnte die Innenr?ume seines Gesch?fts erweitern.?

1895 ?nderte sich durch eine?Umnummerierung der Stra?e die Adresse des Schuhhauses in K?mmererstra?e 32.

09539_Stadtarchiv Worms K?mmererstra?e 32, Hermann Kiefer Schuhgesch?ft, 1932
09539_Stadtarchiv Worms K?mmererstra?e 32, Hermann Kiefer Schuhgesch?ft, 1932
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Abt. 303 Nr. 01163 K?mmererstra?e  34-32, Hermann Kiefer Schuhgesch?ft, um 1901
Abt. 303 Nr. 01163 K?mmererstra?e 34-32, Hermann Kiefer Schuhgesch?ft, um 1901
Abt. 303 Nr.04539 K?mmerersta?e 32, Hermann Kiefer Schuhgesch?ft, 1913
Abt. 303 Nr.04539 K?mmerersta?e 32, Hermann Kiefer Schuhgesch?ft, 1913

Hermann Kiefer war mit der sechs Jahre jüngeren Barbara, geborene Müller, verheiratet und hatte drei S?hne namens Leopold, geboren 1873, Hugo, geboren 1875, und Ernst, geboren 1881.
Der ?lteste Sohn Leopold Kiefer heiratete die zehn Jahre jüngere Isabella Bollag, sie bekamen zwei Kinder mit den Namen Hermann, geboren 1907, und Erna, geboren 1908.


1901 plante Hermann Kiefer einen Umbau im Innenbereich und die Umgestaltung der Fassade.
Allerdings verstarb er 1902 mit 56 Jahren an einer Krankheit. Nach seinem Tod übernahmen seine Frau Barbara und ihre S?hne die Leitung des Ladens.
Die neuen Gesch?ftsführer führten die Umgestaltung von 1912 bis 1913 durch
(Abt. 18 Nr. 606).

Anfang der 1920er Jahre wechselte nochmals die Gesch?ftsführung, da 1921 der ?lteste Sohn Leopold und ein Jahr sp?ter seine Mutter Barbara starben.
Ab diesem Zeitpunkt waren Hugo und Ernst Kiefer zusammen mit ihrer Schw?gerin, Leopolds Witwe Isabella, für das Schuhgesch?ft verantwortlich.


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Abt. 204 Nr. 10-07/07, Zeitungsartikel 60-j?hriges Jubil?um Schuhhaus Kiefer
Abt. 204 Nr. 10-07/07, Zeitungsartikel 60-j?hriges Jubil?um Schuhhaus Kiefer
Abt. 303 Nr. 10395, K?mmererstra?e 32 Schuhhaus Wild, 1935
Abt. 303 Nr. 10395, K?mmererstra?e 32 Schuhhaus Wild, 1935
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1932 feierte das Schuhhaus Kiefer sein 60-j?hriges Jubil?um.?

Herr Illert schrieb anl?sslich dieses Ereignisses einen aufwendig gestalteten Zeitungsartikel (Abt. 204 Nr. 10-07/07).

Lesen Sie hier den gesamten Zeitungsbericht.?

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Nachdem die Nationalsozialisten an der Macht waren, wurden Hugo und Ernst Kiefer im Frühjahr 1933 eingesperrt und misshandelt. Nach ihrer Freilassung gaben sie das Schuhhaus auf und verkauften es 1934 weit unter seinem Wert an Fritz Wild. Dieser Fall von ?Arisierung“ wird deutlich durch ein Schild, auf dem ?Deutsches Gesch?ft“ steht (Abt. 303 Nr.10395). Die Brüder zogen erst nach Mannheim, dann nach Frankfurt, wo 1940 Hugo Kiefer an den Folgen der Misshandlungen verstarb. Ernst Kiefer wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er noch im selben Jahr verstarb.

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Die Schw?gerin der Brüder, Isabella Kiefer, zog 1939 nach Mainz, wo auch sie verhaftet und misshandelt wurde. 1941 emigrierte sie nach Montevideo in Uruguay. Dort starb sie 1943 aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse (www.wormserjuden.de).

Von dem repr?sentativen Geb?ude ist nichts mehr zu sehen, da es 1945 bei einem Bombenangriff zerst?rt wurde. Heute steht an dieser Stelle Kaufhof?
(Abt. 22 Nr. 383).

Katharina Grzibek, Schülerpraktikantin
29.01.2020

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Archiv

Badeanstalten im Rhein

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Stadtarchiv Worms Abt. 303 Nr. 08529/3, Badeanstalt Fürst
Stadtarchiv Worms Abt. 303 Nr. 08529/3, Badeanstalt Fürst

Vielen Wormserinnen und Wormsern ist die Badeanstalt Fürst noch in Erinnerung, da sie als Restaurant weiterbetrieben wurde und bis 2010?[1] im Winterhafen lag. Das Foto von 1929 zeigt das Flussbad als einen Ort, an dem man seine Freizeit verbrachte und sich dem Badevergnügen hingab.

Weniger verankert im lokalen Ged?chtnis ist der Umstand, dass die Fürst’sche Badeanstalt mehrere Vorl?ufer hatte und nicht die einzige Rheinbadeanstalt in Worms war.

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Der Ausschnitt der folgenden Lithografie aus dem Jahr 1893 zeigt die st?dtische Badeanstalt, das so genannte Volksbad vor dem Winterhafen, das von Georg Kron betriebene M?nnerbad zwischen dem Standort der 1900 realisierten, damals schon geplanten Ernst-Ludwig-Brücke und der Pontonbrücke sowie das Frauenbad von Friedrich Kleber unterhalb der Pontonbrücke.

Stadtarchiv Worms Abt. 217 Nr. 1465 (Ausschnitt)
Stadtarchiv Worms Abt. 217 Nr. 1465 (Ausschnitt)
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Stadtarchiv Worms Abt. 302 Nr. CH2467 (vor 1900)
Stadtarchiv Worms Abt. 302 Nr. CH2467 (vor 1900)

Vor allem die st?dtischen Badeanstalten waren recht prosaische Orte. Sie dienten vor allem der stetig wachsenden Arbeiterschaft als Waschgelegenheit. Ihre Errichtung war in erster Linie eine Hygienema?nahme, weswegen es nicht verwundert, dass die Badeordnung von 1865 (StA Wo Abt. 13 Nr. 624) die Dauer des Aufenthalts auf eine halbe Stunde beschr?nkte.

Die Schwimmb?der waren als mit Metallgittern begrenzte Senkb?den konstruiert, die von mehr oder weniger aufwendigen Holzaufbauten mit Stegen und Umkleidekabinen umrahmt waren.

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Stadtarchiv Worms Abt. 5 Nr. 4683 S. 5, Schnitt des Erweiterungsbaus der Badeanstalt Fürst, 1911
Stadtarchiv Worms Abt. 5 Nr. 4683 S. 5, Schnitt des Erweiterungsbaus der Badeanstalt Fürst, 1911

Der Betrieb dieser Flussbadeanstalten war aufw?ndig, da sie jedes Frühjahr aus ihren Winterquartieren an den jeweiligen Uferabschnitt geschleppt und dort aufgebaut werden mussten. Im Jahr 1889 verfügte die Stadt j?hrliche Inspektionen vor Er?ffnung der Badesaison. In diesem Rahmen prüften zwei st?dtische Beamte die Güte der Holz- und Metallteile sowie die Verankerung und stellten die Betriebssicherheit fest (StA Wo Abt. 5 Nr. 3042).

[1] WZ vom 6. Januar 2011.

Kriemhildenstra?e 8 - Haus der Familie Goldschmidt

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305_L113_Kriemhildenstra?e 8 um 1930
305_L113_Kriemhildenstra?e 8 um 1930


Einst für bürgerliches Wohnen geschaffen, wurde das Haus Kriemhildenstra?e 8 ab 1953 als Unterkunft für Geflüchtete aus der DDR genutzt.

Das um 1880 erbaute Haus geh?rte der Familie Goldschmidt und diente als Wohn- und Mietshaus, bis die Nationalsozialisten die Familie zur Auswanderung zwangen.


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315_M18700_Kriemhildenstra?e 8 um 1989

W?hrend der 1940er Jahre war die Stadt Worms Eigentümerin des Hauses und von 1946/47 bis Dezember 1952 nutzte das Landratsamt die R?ume. Allerdings war das Dach beim Bombenangriff auf Worms im Frühjahr 1945 schwer besch?digt worden.?

In einem Restitutionsverfahren in der Nachkriegszeit erhielt ?Frau Albert Goldschmidt Wwe,. [die] bis 1939 Eigentümerin [war]“, das Haus Kriemhildenstr. 8 zurück und lie? sich durch den Wirtschaftstreuh?nder Georg Herbold vertreten (Abt. 6 Nr. 810, Bl. 3).

Im Jahr 1953 war die Stadt mit dem kriegsbedingten Problem der Wohnungsknappheit und der Herausforderung konfrontiert, zus?tzlich ein Kontingent an Geflüchteten aus der DDR, die über das Durchgangslager Osthofen auf die rheinland-pf?lzischen Kommunen verteilt wurden, unterzubringen.?

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Allein im Februar 1953 mussten bundesweit ca. 40.000 Menschen aus der DDR untergebracht werden, davon entfielen 40 auf Worms.
Bei der Suche nach einem geeigneten Objekt entschied sich die Stadt, im Vorderhaus Kriemhildenstra?e 8, das seit Ende 1952 leer stand, ein sogenanntes Wohnlager einzurichten. Das Haus hatte im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss jeweils sieben Zimmer und eine Küche. Unter dem Dach waren zus?tzlich vier Zimmer mit Küche sowie zwei Kammern und ein Speicherraum vorhanden. Der Treuh?nder der Eigentümerin wurde über die Umnutzung und Anmietung informiert. ?Das Haus Kriemhildenstr. 8 – Besitzer Frau Albert Goldschmidt Ww. in Genf – wurde durch das st?dt. Wohnungsamt aufgrund des Flüchtlings-Notleistungsgesetzes vom 9.3.53 (BGBl. S 45) durch eine Leistungsanforderung als Durchgangslager für Sowjetzonenflüchtlinge beschlagnahmt“ (Bl. 23).

Das st?dtische Sozialamt war mit der kostengünstigen Einrichtung der Unterkünfte besch?ftigt. Zur Anfangszeit schliefen die in der Beh?rdenkorrespondenz als ?Insassen“ bezeichneten Bewohner_innen auf Strohs?cken, bis ab Juli 1953 Matratzen beschafft wurden. Wie klein-klein gerechnet werden musste, belegt der Schriftwechsel über die Abrechnung der Ausgaben mit der Bezirksregierung für Rheinhessen in Mainz (Bl. 37 und 37a).

Anscheinend war das Zusammenleben trotz eines Hausverwalters nicht immer einfach. In der Akte finden sich mehrere Eingaben und Beschwerden, z.B. über n?chtliche Ruhest?rungen unter Alkoholeinfluss (Bl. 89 und 99), das unerlaubte Halten eines Sch?ferhunds (Bl. 111) oder das Ersuchen einer Mutter, ihren im Internat lebenden Sohn w?hrend der Ferienzeit in Abwesenheit ihres Mannes bei sich aufnehmen zu dürfen (Bl. 66).

Die Eigentümer des Hauses waren mit der Umnutzung nicht einverstanden (Bl. 68 und 69). Um das Haus weiterhin als Flüchtlingsunterkunft nutzen zu k?nnen, erwarb die Stadt das Geb?ude zum 1.10.1954 (Bl. 120). Es wurde bis Anfang der 1960er Jahre weiter zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Danach beherbergte das Haus zeitweise die st?dtische Altentagesst?tte.

Bis vor wenigen Jahren war in der Kriemhildenstra?e 8 das st?dtische Jugendamt untergebracht. Mittlerweile hat ein privater Investor das denkmalgeschützte Objekt gekauft und man darf gespannt sein, wie er dem Haus zu altem Glanz verhelfen wird.

Kg 21.03.2018

Quellen: Abt. 6 Nr. 810; Adressbücher der Stadt Worms; Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkm?ler in Rheinland-Pfalz – Stadt Worms – bearbeitet von Irene Spille, 1992.

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Ein Mann steht auf dem Wasser (CH0711)

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Ein Mann steht auf dem Wasser (CH0711)
Ein Mann steht auf dem Wasser (CH0711)


Ein Mann steht auf zwei Holzbrettern, offensichtlich verst?rkt mit Eisenbeschl?gen, seine Fü?e stecken in Metallbügeln. In der Hand h?lt er eine Holzstange, vermutlich ein Paddel. Hinter ihm erstreckt sich die Ernst-Ludwig-Brücke zum rechtsrheinischen Ufer. Die ausgediente Schiffsbrücke liegt noch in Teilen vert?ut am Ufer. Der Mann, bereits etwas ?lter mit Vollbart und Mütze, der Kleidung nach m?glicherweise ein Fischer, befindet sich mitten auf dem Wasser des Winterhafens.

In der Datenbank des Stadtarchiv Worms ist dieses Bild aus dem Nachlass des Fotografen Christian Herbst, Nummer CH0711, mit dem Titel ?Wasserskifahrer im Winterhafen“ verzeichnet. Die Aufnahme ist nicht datiert, die fertiggestellte Brücke und die Teile der alten Schiffsbrücke schr?nken den Zeitraum auf 1900 bis 1902 ein.

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CH0711_2_Ein Mann steht auf dem Wasser
CH0711_2_Ein Mann steht auf dem Wasser

Wasserskifahren aber wurde erst 1922 von Ralph Samuelson in Lake City, Minnesota, USA entwickelt. Berichtet wird auch von einigen Jugendlichen, die sich in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts auf h?lzernen Fischkisten von Kuttern an der amerikanischen Westküste ziehen lie?en. Der Mann im Wormser Winterhafen jedoch h?lt keine Leine in der Hand und ein Boot ist auch nirgends zu sehen. Es kann sich also nicht um einen Wasserskifahrer handeln; diese sind darüber hinaus st?ndig in Bewegung und stehen nicht still auf dem Wasser. Doch was tat er dann? Und wie schaffte er es, auf diesen relativ schmalen Brettern das Gleichgewicht zu halten? Er sieht nicht aus wie ein draufg?ngerischer Jugendlicher, sondern steht souver?n da. War es ein au?ergew?hnliches Hobby, ein g?ngiger Zeitvertreib auf dem Rhein oder ging der Mann einer beruflichen T?tigkeit nach? Dient das Paddel der Fortbewegung?

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Weitere Berichte über ?Wasserl?ufer“ sind im Stadtarchiv Worms nicht aufzufinden.
Wissen Sie n?heres? Helfen Sie uns, der Geschichte dieses kuriosen Fotos auf den Grund zu gehen!? ?

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Das Karussell auf dem Rhein (08304)

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08304_4 Der zugefrorene Rhein im Februar 1929
08304_4 Der zugefrorene Rhein im Februar 1929

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Kein Karussell. Nach einem sich hartn?ckig haltenden Gerücht, das zu durchschnittlich zu einigen Anfragen pro Jahr im Fotoarchiv führt, soll auf dem Eis des im Februar 1929 zugefrorenen Rheins ein Karussell gestanden haben. Viele erz?hlen, dass in der Familie davon berichtet wurde. Von kaum einem Ereignis zu dieser Zeit haben sich vergleichbar viele Fotos erhalten, die Datenbank des Stadtarchivs gibt 35 Fundstellen an. ?


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08305_5 Der zugefrorene Rhein im Februar 1929
08305_5 Der zugefrorene Rhein im Februar 1929

Auf den Bildern selbst, wie auf unserem Beispiel, sind einige Fotografen mit ihrer Ausrüstung zu sehen. Alle zeigen entweder das erstarrte Treibeis auf dem Rhein oder die Menschenmengen, die hinüberlaufen; auch ein Reiter mit Pferd ist darunter. Aber kein Karussell. Ein Hinweis k?nnte sich vielleicht in der zeitgen?ssischen Berichterstattung der Wormser Zeitung finden, die es sicherlich nicht unerw?hnt lassen würde, wenn ein Karussell auf dem Rhein gestanden h?tte.

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Tats?chlich ist vom 05. Februar 1929 bis Anfang M?rz 1929 fast t?glich etwas über das eiskalte Winterwetter mit Rekordtemperaturen unter Null und über den Rhein zu lesen. Am 14. Februar war das Treibeis bei Worms zum Stehen gekommen, Tausende wagten sich trotz polizeilicher Warnung auf das Eis. Der Verkehrsverein plante schon ein rauschendes Eisfest, mit Verkaufsst?nden, Tanzboden und Karussells, doch dann setzte am Wochenende vom 03. M?rz Tauwetter ein.

Es standen zwar Karussells im Winter 1929 auf Neckar und Rhein, doch nicht bei Worms – allen Gerüchten zum Trotz. Die ausführliche Auswertung der Zeitungsberichte finden Sie
hier

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Was ist unsere Aufgabe?

Die Fotoabteilung innerhalb des Stadtarchivs hat als Bildged?chtnis der Stadt die Aufgabe, das fotografische Erbe der Stadt zu sichern, zu erweitern und nutzbar zu machen. Hierfür lagern die Originale archivgerecht verpackt in einem klimatisierten Magazin im 2. OG des Raschi-Hauses. Zur Nutzung und Sicherung des fotografischen Materials werden Digitalisate hergestellt. In Zukunft soll im Rahmen der digitalen Langzeitarchivierung auch ein Bereich für Digitalfotos geschaffen werden. Das Stadtarchiv steht in st?ndigem Bemühen die fotografische überlieferung zu erweitern und zu erg?nzen, indem Fotografennachl?sse eingeworben oder Serien und Einzelstücke in die Sammlungen eingefügt werden.

Gem?? §?2 der Archivsatzung hat jede Person, die ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht, das Recht Fotos zu nutzen. Um die Fotos zug?nglich zu machen, werden die Fotos geordnet und in einer Datenbank erfasst. Zukünftig sollen die Bilder online recherchierbar in einer Galerie zug?nglich sein.

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Wie k?nnen Sie bei uns etwas finden?

302_CH1160_Lutherplatz
302_CH1160_Lutherplatz

Um geeignetes Bildmaterial zu recherchieren, stehen Ihnen mehrere Wege offen.

Eine übersicht der Best?nde der Fotoabteilung k?nnen Sie online unter findbuch.net?einsehen. Hier erhalten Sie vorab Informationen, um einen Archivbesuch vorzubereiten. In dieser übersicht sind keine Digitalisate eingebunden. Vor Ort gibt es die M?glichkeit in der Archivdatenbank ?Augias“ zu recherchieren. Hier werden sukzessive Fotos erschlossen und mit eingebundenen Digitalisaten pr?sentiert. Als weitere Findmittel stehen Excel-Tabellen zu vorl?ufig erschlossenen Best?nden oder Zug?ngen sowie aus der analogen Zeit stammende Alben mit Kontaktabzügen zur Verfügung.

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Was bieten wir Ihnen?

307_JRO_9507_Backfischfest 1955 Die Fotografin U. Giesen auf der Fischerweide
307_JRO_9507_Backfischfest 1955 Die Fotografin U. Giesen auf der Fischerweide

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Recherche, indem wir mit Ihnen Suchstrategien entwickeln oder Sie auf ergiebige Best?nde und Hilfsmittel hinweisen.

Von der von Ihnen getroffenen Bildauswahl stellen wir Ihnen gerne archivische Scans mit einer Zieldruckgr??e von DIN A3 bei 300 dpi zur Verfügung. Bei einem archivischen Scan handelt es sich um den Versuch, das Objekt Foto so authentisch wie m?glich zu digitalisieren. Wir verzichten deswegen auf Bildbearbeitung und nachtr?gliche Korrekturen. Um das Tr?germaterial sichtbar zu machen, lassen wir einen minimalen Rand stehen.

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Jedes Bild hat eine Signatur, bestehend aus der Abteilungs- und der Bildnummer, die zusammen mit der Angabe Stadtarchiv Worms, kurz StA Wo als Quellennachweis dient und unbedingt bei der Ver?ffentlichung anzugeben ist.

Wir stellen für Sie Archivalienreproduktionen (Reproduktionen von archivischen Schrift- und Bildquellen) her. Die Vorlage darf eine Gr??e von 53 x 80 cm nicht überschreiten.

Bei hoher Auslastung oder gro?en Auftr?gen betr?gt die Bearbeitungszeit bis zu zwei Wochen. Für die übermittlung der Daten nutzen wir den Datenaustauschdienst WeTransfer, von dem Sie einen sieben Tage gültigen Download-Link für Ihre Bilder erhalten. Bitte informieren Sie sich über die Gebühren nach der? ?Gebührenordnung des Stadtarchivs.

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Geschichte der Fotoabteilung

303_04151 Atelier des Fotografen August Füller
303_04151 Atelier des Fotografen August Füller

Die heutige Fotoabteilung des Wormser Stadtarchivs geht in ihren Anf?ngen auf den Museums- und Archivdirektor Dr. Friedrich Illert (1892–1966) zurück, der in dem von ihm geleiteten St?dtischen Museum seit den 1930er Jahren die Einrichtung einer Fotowerkst?tte betrieb. Sie wurde Ende 1941 durch übernahme der Negative und Ger?tschaften des Fotografen Curt Füller (1901–1976) eingerichtet. Im Zuge der Einberufung Füllers zur Wehrmacht 1941 konnte Füllers Sammlung angekauft werden, er blieb als st?dtischer Fotograf t?tig. Unmittelbar nach Kriegsende nahm die Werkstatt bereits im Sommer 1945 die Arbeit wieder auf.

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Das Fotoarchiv war innerhalb des St?dtischen Museums im Andreasstitft ein Bestandteil der bis 1979 bestehenden St?dtischen Kulturinstitute und blieb diesem angeschlossen bis zu seinem übergang an das verselbst?ndigte Stadtarchiv. Im Jahre 1982 erfolgte der Umzug in das Raschi-Haus.

Den Grundstock der Sammlung bilden Fotografennachl?sse, darunter von Christian Herbst (1859–1929, Fotograf und Kunsth?ndler, Begründer des Wormser Postkarten- und fotografischen Verlages) und von Curt Füllers Vater August Füller (1870–1942). Seit 1898 in Worms ans?ssig, betrieb dieser als Gro?herzoglicher Hoffotograf ab 1901 ein renommiertes Gesch?ft in der Hardtgasse. Weitere wichtige frühe Nachlassgeber waren Leopold Hanselmann (1900–1942, Fotobestand zur NS-Zeit mit ca. 6000 Glasplattennegativen) und Andreas Lonsdorfer (1880–1969). Wichtig sind auch die Aufnahmen der verschiedenen st?dtischen Fotograf_innen zwischen 1941 und der Zeit kurz nach 2000. Seit 2005 konnten weitere, zum Teil geschlossen erhaltene Fotografennachl?sse erworben werden.

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