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Andreasstift: Noch viel Arbeit bis 2021

04.07.2019

Seit Beginn des Jahres ist das Museum der Stadt im Andreasstift wegen Umbau- und Sanierungsma?nahmen geschlossen. Die Arbeiten gehen voran.

Die Arbeiten im neuen Kreuzgang gehen gut voran.
Die Arbeiten im neuen Kreuzgang gehen gut voran.

Museum bleibt bis zur Sonderausstellung geschlossen

Wie geht es voran mit den Umbau- und Sanierungsma?nahmen im Museum der Stadt Worms im Andreasstift? Zur anschaulichen Erl?uterung hatten der zust?ndige Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, die Museumsleitung, die Architekten und Vertreter des Altertumsvereins zu einem Ortstermin geladen.

Klar ist bereits jetzt: ?Wir werden das Museum vor der gro?en Sonderausstellung im Jahre 2021 aller Voraussicht nach nicht mehr ?ffnen k?nnen“, macht Bürgermeister Kosubek deutlich. Lediglich am Andreastag im November 2020 m?chte die Museumsleitung anl?sslich des 1.000-j?hrigen Bestehens des Andreasstiftes die Pforten nochmals ?ffnen, sodass die Umbauma?nahmen m?glichst zügig ausgeführt werden k?nnen - schlie?lich ist der Termindruck hinsichtlich der Landesausstellung gro?.

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Nicht vorhersehbare Herausforderungen

?Die Gründe für diese Entscheidung liegen im Detail“, erl?utert die Verwaltungsleiterin, Ulrike Breitwieser. Wie sich herausgestellt habe, seien die ursprünglich kalkulierten und vom Stadtrat bewilligten Mittel nicht ausreichend gewesen. ?Um die Anforderungen des Arbeits- und Brandschutzes, der Museumssicherheit und einer zukunftsorientierten Ausrichtung des Museums an den Stand der Technik Rechnung zu tragen, haben sich leider Mehrkosten ergeben, die in dieser Gr??enordnung nicht vorhersehbar waren“, erkl?rt der Bürgermeister. Die zus?tzlichen Mittel seien wiederum erst kürzlich freigegeben worden, sodass sich die erforderlichen Bauma?nahmen verz?gert h?tten, erg?nzt Ulrike Breitwieser.?

Damit einher gehen die momentan üblichen ?Baustellenprobleme“ wie etwa das derzeit angespannte Baugewerbe. Und hinzu kommen zudem nicht vorhersehbare Herausforderungen. Im Untergeschoss des Geb?udes zeigt Architekt Jürgen Hamm, was damit gemeint ist. Die alten Sanit?ranlagen mussten komplett entfernt werden. Im Boden stie?en die Baufachleute auf Heizungsrohre aus dem Jahre 1929, die Leckagen aufwiesen. 40.000 Liter Wasser seien zuletzt ausgetreten, im Erdgeschoss hat das Wasser an einer Stelle den Untergrund unterspült. Zwei Wochen habe es gedauert, die Leckage überhaupt erst ausfindig zu machen, berichtet Hamm. Nun muss die Installation an einigen Stellen erneuert werden. Eine neue Leitungsführung sei notwendig, so der Architekt. Dies bedeute natürlich auch zus?tzlichen planerischen Aufwand. ?Eine exakte Planung im Vorfeld ist im Andreasstift fast unm?glich, weil wir immer wieder auf neue Schw?chen sto?en“, bedauert Hamm.

Bestand wird digitalisiert

Auch im Kreuzgang hat sich eine weitere, unvorhergesehene Baustelle aufgetan: Zwar gehen die Arbeiten dort gut voran, doch im zum Geb?ude zugewandten Bogengang, der im Jahr 1929 eingerichtet wurde, hat sich in einem der B?gen ein Riss vergr??ert. ?Der Statiker hat deshalb festgelegt, dass die vier B?gen im südlichen Kreuzgang mit Tr?gern verst?rkt werden müssen“, berichtet Kristin Jan?en, zust?ndige Architektin beim st?dtischen Geb?udebewirtschaftungsbetrieb. Da die Tr?ger im Mauerwerk verbaut werden sollen, wird auch dies einigen Mehraufwand in Anspruch nehmen. ?

Doch es gibt auch Positives zu berichten: Im Keller wurde eine Pr?zisionsklimaanlage für den ?Wei?en Saal“ eingebaut. Dort k?nnen somit künftig auch wertvolle Exponate gezeigt werden. In anderen R?umen sind mobile Splitger?te für die Klimatisierung vorgesehen, etwa für den ehemaligen Verwaltungstrakt. Dieser soll künftig als Multifunktionsraum genutzt werden. Für die Sonderausstellung wird er als Ausstellungsraum dienen. Zudem wird die ?lheizung auf Gas umgestellt, was 60.000 bis 80.000 Liter Heiz?l j?hrlich einsparen wird.

Die Museumsmitarbeiter sind derweil nicht unt?tig: ?Wir nutzen die besucherfreie Zeit, um unseren Bestand zu digitalisieren“, erz?hlt Ulrike Breitwieser. 1.900 Objekte haben die Mitarbeiter fotografiert, einem neuen Standort zugewiesen und im Inventarisierungsprogramm entsprechend erfasst. Insgesamt enth?lt die Objektsammlung des Museums rund?30.000 Exponate.

Quelle: Stadt Worms
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